Bauchaorta-Screening der Asklepios-Stadtklinik läuft seit 2009 alljährlich

25 trugen das Risiko eines Gefäßrisses

+
Chefarzt Dr. Peter Dahl bei der Ultraschall-Untersuchung einer Patientin: Mit auf dem Foto (von links): Marion Breunig, Gefäßassistentin, Olga Neistet, Schwesternschülerin, Dr. Ahmad Sadek und Arzthelferin Juliane Fink.o:

Bad Wildungen - Die Asklepios-Stadtklinik hat sich wieder an dem seit 2009 alljährlich von der Deutschen Gesellschaft für Gefäßchirurgie und Gefäßmedizin bundesweit ausgerichteten Bauchaorten-Screeningtag beteiligt.

Schon vor Beginn der Ultraschalluntersuchungen durch den Chefarzt der Asklepios-Gefäßchirurgie Dr. Peter Dahl und seinem Team war am Samstagvormittag der Andrang interessierter Bürgerinnen und Bürger wieder groß. Dahl wies auf die Bedeutung der Vorsorgeuntersuchung besonders für Männer über 65 Jahren hin, die besonders gefährdet seien.

Schmerzlos heimtückisch

„Das heimtückische an einem Bauchaorta-Aneurysma ist, dass sie keinerlei Schmerzen oder Beschwerden verursacht.“ Bei dem Aneurysma handelt es sich um die Erweiterung der Hauptschlagader an einer Stelle.

Diese Ausbuchtung, die auf krankhafte Veränderungen in der Gefäßwand zurückgeht, erscheint sack- oder spindelförmig. Die tödliche Gefahr, die von einem Bauchaorten-Aneurysma ausgeht, liegt darin, dass das Gefäß dort irgendwann reißen und der Patient innerlich verbluten kann. Wie real die Bedrohung ist, zeigt sich im Nachbarland Österreich, verrät Dahl. Dort wird automatisch jeder obduziert, der plötzlich ohne erkennbare Ursache tot zusammenbricht. Bei diesen Obduktionen hat sich gezeigt, dass in zehn Prozent der Fälle eine geplatzte Bauchaorta die Ursache ist. In Deutschland laufen die Obduktionen nicht routinemäßig und so landen viele Aorta-Todesfälle in der Statistik als plötzlicher Herztod.

Bei den in den vergangenen Jahren in der Asklepios-Stadtklinik durchgeführten Bauch-aorten-Untersuchungen sei bei 25 Besuchern ein Risiko diagnostiziert worden, das die Ärzte durch einen minimal-invasiven Eingriff beseitigten.

Chefarzt Peter Dahl: „Ziel des Screening-Tages ist es, den Risikoanteil unserer Bürgerinnen und Bürger mit Bauchaortenaneurysmen zu identifizieren und sie der entsprechenden notwendigen Behandlung zuzuführen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare