Kostenkalkulation für Wiederinbetriebnahme vorgelegt

Über eine Million Euro für Tiefgarage

Bad Wildungen - Neuer Paukenschlag für die Stadtpolitik: Die Wiederinbetriebnahme der Tiefgarage im Kurhaus soll über eine Million Euro kosten. Das hat ein Gutachter inzwischen ermittelt.

Der beauftragte Architekt hat die Kosten für die Wiederherstellung der Betriebsfähigkeit auf 1,14 Millionen Euro errechnet. Das gab Erster Stadtrat Bart van der Meer gestern gegenüber der Presse bekannt. Nach Auskunft des Bauamtsleiters sei Einsparpotenzial nur in geringerem Umfang vorhanden. „Unter einer Million wird es nicht zu machen sein“, sagte der Vizebürgermeister und betonte nachdrücklich, „der Magistrat hat nichts beschlossen, nur zur Kenntnis genommen“. Die Tiefgarage ist seit 1. Februar 2012 geschlossen. Geltende Sicherheitsstandards konnten zuletzt nicht eingehalten werden. Brandschutz, Technik und fehlende Entrauchungsanlage bereiteten immer mehr Kopfzerbrechen, insbesondere als das Kurhaus noch in Betrieb war und große Veranstaltungen in den Sälen ausgerichtet wurden. Die wurden im Dezember 2010 geschlossen. Am 1. Februar 2012 wurde dann auch die Tiefgarage stillgelegt. Wegen gravierender Sicherheitsbedenken fand eine Ortsbegehung mit dem Brandschutzbeauftragten des Landkreises statt, erinnerte Stadtkämmerer Günther Gutheil. „Es folgte die Anordnung, die Tiefgarage sofort zu schließen – eine Alternative gab es nicht.“ Die Bausubs­tanz ist nach Informationen des Kämmerers in Ordnung. Um Chancen auszuloten, das Parkhaus mit der Hilfe eines privaten Investors wieder in Betrieb zu nehmen, wurde für 5500 Euro ein Architekt beauftragt, der die Kosten im Detail kalkulieren sollte.Die Tiefgarage mit ihren 220 Plätzen wurde vor allem von vielen Mitarbeitern der umliegenden Kliniken genutzt zum günstigen Monatspreis von 20 Euro. Ob das Parkhaus unabhängig von der Zukunft des restlichen Kurhaus-Areals wieder in Betrieb genommen wird, entscheiden die Stadtverordneten. In der September-Sitzung soll das Gutachten im Parlament vorgelegt werden. Von Conny Höhne

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