Neues Juniorunternehmen der Viessmann-Schule steigt in die Wirtschaft ein

Umsatzschlager: Kissen und Kinderbuch

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Jungunternehmer der Viessmann-Schule und zwei neue Aktionäre, von links Lena Hempler, Robine Bender, Ute Kühlewind, Bürgermeister Volker Zimmermann, Sarah Martin, Pascal Sonneborn, Nicola Cavallaro.Foto: Höhne

Bad Wildungen - Die Kirschkernkissen beim Stand auf dem Weihnachtsmarkt waren komplett ausverkauft, auch etliche Gutscheine für das geplante Kinderbuch fanden Abnehmer. Das neue Juniorunternehmen der Hans-Viessmann-Schule legte einen furiosen Start hin.

Vier Vorstandsmitglieder der AG stellten gestern im Rathaus ihr Unternehmen vor, das mit 90 Anteilscheinen ihr Kapital sichern will. 76 Aktionäre gibt es bereits, zwei weitere Anteilsscheine zum Preis von zehn Euro sicherten sich Bürgermeister Volker Zimmermann und Ute Kühlewind vom Stadtmarketing.

„Wir wollten ein Projekt mit sozialem Thema, deswegen werden wir ein Kinderbuch auflegen“, verriet Lena Hempler. Unter dem Titel „Ben und Flappy“ wird die Geschichte eines Jungen geschildert, der zu einer Geburtstagsfeier Freunde aus dem Ausland empfängt. „Damit sprechen wir das Thema Integration an“, verweist Hempler auf die aktuelle Situation mit dem Zuzug durch Flüchtlinge. Geplant ist auch ein Integrationstag, zu dem die in Bad Wildungen lebenden Asylbewerber eingeladen werden sollen.

Gleichzeitig bauten die 17 angehenden Fremdsprachenassistenten kurze Passagen in mehreren Fremdsprachen in ihr Kinderbuch ein. Es wird Anfang des Jahres im Online-Handel herausgegeben, erste Gutscheine zum Preis von 14.99 Euro verkauften sich bereits beim Weihnachtsmarkt. „Unsere Zielgruppe sind Vorschulkinder“, verriet Pascal Sonneborn. „Lesungen in Kindergärten sind bereits sehr gut angekommen.“ Das Buch kann auch beim Projekt „Stadt-Lesen“ Ende Mai auf dem Postplatz vorgestellt werden, bot Zimmermann an.

Das Schul-Unternehmen vertreibt auch Puzzels vom Eiffelturm und Kuschelkissen. „Alles selbst entworfen und verarbeitet“, merkt Sarah Martin an. „Wir geben nichts nach China, für uns ist es wichtig, nachhaltig zu produzieren“, ergänzt Pascal Sonneborn.

Als Wirtschaftspate wurde die Allendorfer Firma Viessmann gewonnen. Robine Bender verspricht sich davon Hilfe im Marketing und Präsentation. Den Jungunternehmern signalisierte Ute Kühlewind auch die Unterstützung des Stadtmarketings. Der Aktionärsvorstand kündigte den Besuch von Messen und anderen Events an und will Partnerschaften knüpfen. Die Viessmann-Schüler wollen alles daran setzen, an die herausragenden Erfolge der bisherigen Juniorunternehmen der Schule anzuknüpfen. Sarah Martin: „Unser Ziel ist der Sieg beim Landeswettbewerb.“

Von Conny Höhne

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