Buswartehäuschen vom Breiten Hagen erfüllt neue Aufgabe auf Reinhardshöhe

Umzug für 15 000 Euro lohnt - Video

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Am Haken: Blick auf die Demontage des Buswartehäuschens vom Parkdeck C und A aus.

Bad Wildungen - Nun ist es weg, verschwunden aus dem künftigen Scharnier; das quadratische, blaue Bushäuschen. Mittwochmorgen, pünktlich 9.05 Uhr, als der Stadtbus an der Haltestelle Breiter Hagen abfuhr, hob ein mobiler Kran das Dach des Häuschens an und legte es wenige Minuten später auf einem flachen Anhänger ab.

Polizei und Ordnungsamt sperrten die gesamte Brunnenallee für den restlichen Verkehr, während ein Schlepper in der Manier eines Großraumtransportes das prägende Bauteil des Häuschens Richtung Reinhardshausen zog. Denn wer Sehnsucht nach dem gewohnten Anblick hat, braucht auch in Zukunft nicht darauf zu verzichten.

Er kann sogar etwas für seine Gesundheit tun und den Wildunger Kurpark durchwandern bis zur Reinhardshöhe, wo das Häuschen künftig als Ort zum Verschnaufen und als Wetterschutz auf Spaziergänger wartet.

Neuer Kurpark-Eingang

„Das wird ein schöner neuer Eingang zum Kurpark“, freut sich Bauamtsleiter Klaus Weidner. Abgerissen wird dafür die marode, alte Schutzhütte auf der Reinhardshöhe. Ursprünglich wollte die Stadtverwaltung das Ex-Bushäuschen genau an dieser Stelle platzieren, doch das, was im Untergrund schlummert, erwies sich bei näherem Hinsehen als komplett baufällig: ein Hochbehälter, rund sieben mal sieben Meter groß und mehr als drei Meter tief.

„Früher wurde von hier aus der Fürstenhof mit Badewasser aus der Gemeindequelle versorgt“, erklärt Weidner. 180 Kubikmeter Wasser fasste der gemauerte Behälter, wurde aber vor vielen Jahren bereits außer Dienst gestellt und wird nun mitsamt der Schutzhütte oben demontiert.

2,5 Tonnen schwer

Das blaue Häuschen stehe direkt nebenan, auf einem Stück Wiese ohnehin viel besser, fügt der Bauamtsleiter hinzu. Fünf Meter im Quadrat misst die neue Schutzhütte. 2,5 Tonnen wiegt sie, erklärt Marcus Griesel vom Bauamt. „Wir müssen sie neu eindecken lassen, weil die alten Ziegel teilweise eingemörtelt waren und deshalb beim Abbau nicht gesichert werden konnten“, ergänzt er. Inklusive des neuen Dachs setzt das Bauamt Kosten über rund 15 000 Euro für den Umzug an. 1985, als es am Breiten Hagen errichtet wurde, kostete das Bushäuschen umgerechnet knapp 36 000 Euro.

Im Jahr 2000 wurden für nochmals rund 4000 Euro die Uhren installiert, die ebenfalls auf der Reinhardshöhe wieder ihren Dienst versehen sollen. Fertig montiert wird das kleine Gebäude voraussichtlich Ende nächster Woche. Dann ist der Beton in den Fundamenten ausgehärtet.

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