Spielmannszug brilliert bei Weihnachtskonzert in Reinhardshausen

Uraufführung: Marsch der Wildunger Feuerwehr

Konzentriert bis zum letzten Ton: Anhaltender Beifall belohnte den Spielmannszug für sein schwungvolles Konzert.Foto: Senzel

Bad Wildungen - Die Besucher des Weihnachtskonzertes des Feuerwehr-Musikzugs erlebten in der voll besetzten Reinhardhäuser Wandelhalle eine Welturaufführung. Die Musikanten unter der Leitung von Frank Parlow spielten zum ersten Mal den „Marsch der Wildunger Feuerwehr“, den ihnen Vasil Akimov „auf den Leib“ geschrieben hat.

Der Komponist, Mitglied des Kurorchesters, saß zur Uraufführung mit im Orchester. Die Zuhörer nahmen die schmissige Komposition mit Anklängen an traditionelle Militärmusik und an die Rhythmen amerikanischer Army-Bands mit herzlichem Beifall auf.

Begonnen hatte das Konzert mit strahlenden Fanfarenklängen aus dem Hintergrund des Saales, in die der Spielmannszug mit dem Marsch König Friedrich des Großen einstimmte. Orchesterchef und Moderator Frank Parlow gestand nach dem Blick ins Publikum: „Ich bin baff! Wir haben noch nie vor einem so vollen Haus gespielt.“

Der Spielmannszug unterhielt mit einem zweistündigen Musikprogramm unter dem Motto „Hits aus Funk und Fernsehen“ vortrefflich. Nach musikalischen Reminiszenzen an Ernst Mosch folgten Melodien, die einst Freddy Quinn zu Ruhm verhalfen, darunter ein „Hurra-Hurra“-Kinderlieder-Potpourri und die wunderschöne Orchester-Version von „My Way“, in der Julia Bergmann und Christian Kümmel mit ihren Trompetenklängen die Stimme Frank Sinatras übernahmen.

Der junge Feuerwehr-Trompeter Christian Krummel, ein hoffnungsvolles Talent, spielt mittlerweile im Kasseler Jugendsinfonie-Orchester. Matthias Nikoleit, Henri Dehnert und Marius Best waren die Solisten im Ernst-Mosch-Solotrommler-Marsch.

Nach der Pause standen bekannte Soundtracks aus Filmen im Programm, darunter Melodien aus „Krieg der Sterne“ und „Robin Hood - König der Diebe“ mit der Saxofonsolistin Malina Strasser. Zur Filmmusik von „Rocky“ stieg Boxer Rocky Balboa (Manfred Nikoleit), begleitet von Trainer Karl-Heinz Graß, auf die Bretter. Mit John Lennons „Happy Christmas“ begann der besinnliche Teil des Konzertes, in dem bekannte Weihnachtslieder vom spielfreudigen Blasorchester interpretiert wurden. Der Weihnachtsmann (Sascha Wittekind) erzählte eine Geschichte vom Sauerkraut-Lametta.

Ex-Dirigent Kurt Buda zeigte sich beeindruckt: „Ganz erstaunlich, was Parlow aus diesem Orchester gemacht hat.“ Das meinten auch die Zuhörer, die lautstark applaudierten. Der Spielmannszug hat sich einmal mehr als ausgezeichnetes Blasorchester präsentiert, das nicht nur mit seiner Vielseitigkeit, sondern vor allem auch mit imponierend harmonischem Orchesterklang und präzisen Einsätzen glänzte.

Der Musikanten-Nachwuchs scheint gesichert. „Immer mehr junge Menschen springen auf die Schiene Volksmusik auf und spielen diese Melodien mit Begeisterung,“ freut sich Parlow.Von Werner Senzel

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