Bad Wildungen: Bachlauf an Itzelstraße renaturiert und aufgewertet

Verborgenes Idyll entdecken

Ein bislang verborgenes Idyll nahe der Itzelstraße ist zugänglich: Im Zuge der Renaturierung der Sonder wurde ein Verbindungsweg angelegt und der vorhandene Spielplatz aufgewertet. (Fotos: pr)

Bad Wildungen - Kleingärten versperrten vor Kurzem noch den Weg zum Sonderbach in der Itzelstraße. Im Zuge der Renaturierung wurde ein neuer Verbindungsweg angelegt, und ein Spielbereich lädt zum Verweilen ein.

Entlang der Sonder zwischen Kesslers Gäßchen und dem Rickchen-Arend-Weg gibt es einen ganz neuen Stadtraum zu entdecken, berichtet Robert Hilligus vom Stadtbauamt. Wo vor Kurzem noch Freizeitgärten die Zugänglichkeit der Sonder verhinderten, laden heute ein renaturierter Bachlauf und ein aufgewerteter Spielbereich zum Ausflug in die städtische Natur ein. „Ein neu gebauter Verbindungsweg bietet zudem interessante Blickbeziehungen auf die Sonder, umliegende Gebäude und die Altstadt“, verspricht Hilligus.

Der bachbegleitende, asphaltierte Weg wurde nach Angaben von Bürgermeister Volker Zimmermann mit Fördergeldern des Bundes und des Landes Hessen radgerecht ausgebaut. Inzwischen ist der neue Weg Teil des 235 Kilometer langen hessischen Radfernweges R5, der entlang von Eder, Fulda und Werra verläuft und Willingen mit Wanfried verbindet.

Auch ein Spaziergang entlang des mit Fördergeldern renaturierten Bachlaufs lohnt sich, meint Hilligus. Kleine Inseln und naturnahe Uferbereiche, liebevoll gestaltete Freizeitgärten und urige Fachwerkfassaden von Gewerbebetrieben erschließen die Badestadt aus ungewohnter Perspektive. Auch der in der Altstadt stehende rote Hahn mit der Stadtkirche im Hintergrund ist von dort aus zu entdecken.

Im Zuge der Arbeiten an dem rund 400 Meter langen Bachlauf wurde auch der Spielplatz an der Itzelstraße aufgewertet. Rund um das Thema Wasser sind einige spannende Spielstationen hinzugekommen. Neben dem Fisch Emma, den die Badestadt vor einigen Jahren beim deutschen Spielplatz-Preis gewonnen hat, locken unter anderem ein Frosch, eine Ente und ein Pirat.

„Insgesamt trägt die umgesetzte Planung zum Hochwasserschutz bei“, betont Bürgermeister Zimmermann. „In der Vergangenheit hatten wir dort erhebliche Probleme mit Überschwemmungen.“ Das erweiterte Bachbett der Sonder bietet dem abfließenden Wasser mehr Platz und reduziert die Fließgeschwindigkeit. Der neue Verbindungsweg gibt den Mitarbeitern des städtischen Bauhofs die Möglichkeit, den Bachlauf regelmäßig abzufahren und angeschwemmte Hindernisse zu beseitigen. (Conny Höhne)

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