Stadtverordnete beraten Platz zur Freizeitgestaltung

Idee: Outdoorfeld als Angebot für junge Leute in Bad Wildungen

Vorbild Fritzlar? Für einen ganzen Sportpark wie in der Domstadt hat Bad Wildungen ohnehin zu wenig Platz, meinen die Stadtverordneten. Nun wird beraten, ob zumindest ein Outdoor-Feld in Frage kommt.
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Vorbild Fritzlar? Für einen ganzen Sportpark wie in der Domstadt hat Bad Wildungen ohnehin zu wenig Platz, meinen die Stadtverordneten. Nun wird beraten, ob zumindest ein Outdoor-Feld in Frage kommt.

In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung hat die SPD den Bau eines Outdoorplatzes vorgeschlagen als Treffpunkt für junge Leute: ein Sportfeld mit Basketballkörben, Hand- oder Fußballtoren, Turngeräten und Sitzgelegenheiten.

Bad Wildungen – „Ein Carport als Schutz bei schlechterem Wetter wäre ebenfalls sinnvoll“, sagte Fraktionsvorsitzender Walter Mombrei.

Als Vorbild benannte er den Fritzlarer Sportpark nahe der dortigen Bowlingbahn und des Kinocenters. „Er wird gut angenommen“, begründete Mombrei den Vorstoß. Der Magistrat suche am besten ein geeignetes Gelände in der Nähe der Königsquelle oder des Bahnhofs. „Der Platz läge relativ zentral und sollte einsehbar sein, um eine gewissen soziale Kontrolle zu gewährleisten, ohne Anwohner zu beeinträchtigen“, fügte Mombrei hinzu. Hinter dem Baumarkt gebe es durchaus trotz der geplanten Erweiterung noch Platz.

Bürgermeister beziffert Kosten auf 160 000 Euro

Bürgermeister Ralf Gutheil bezifferte auf Nachfrage die Kosten für so einen Platz auf etwa 160 000 Euro. Die CDU in Gestalt von Helmut Simshäuser konnte sich im Grundsatz zwar mit der Idee anfreunden, zeigte sich aber skeptisch zum Standort.

Der wegen Renovierungsbedürftigkeit zur Zeit gesperrte Bornebachsportplatz auf dem Landesgartenschaugelände biete sich eher an, ebenso der Bereich hinter der Helenentalschule, wo seit Jahren eine Skateranlage steht.

„Wir befinden uns im Gespräch mit dem Landkreis, denn der Bornebachsportplatz gehört ja eigentlich zu den Schulen am Breiten Hagen“, erklärte der Bürgermeister. Eventuell könnte die Stadt ihn übernehmen, doch die Konditionen müssten geklärt werden.

Konflikte mit Anliegern nicht auszuschließen

Konflikte mit Anwohnern, die sich über Lärm zu späterer Stunde beschweren, sei dort aber ebenso wenig auszuschließen, wie hinter der Helenentalschule. Die Stadt, die Kontakt zu mehreren Jugend-Sportgruppen hält, hat erfahren, dass die Skateranlage zum Fahren ungeeignet ist, aber manchmal als Treffpunkt dient, um etwas zu trinken und Musik zu hören. „Dann kommt es aber schnell zu Beschwerden von Nachbarn“, berichtete der Bürgermeister.

Grundsätzlich zweifelte er, ob ein einziger zentraler Platz die richtige Lösung wäre, um die Interessen der verschiedenen Sport-Gruppen unter einen Hut zu bringen.

„Entweder man kann Basketball oder Fußball spielen auf so einem Feld“, kommentierte er die Idee der SPD. Und eine so große, vielfältige Gesamtanlage wie in Fritzlar sei in Bad Wildungen mangels Platzes nicht möglich.

Option: Mehrere Angebote für verschiedene Sportgruppen

Auf dem Gelände hinter dem Baumarkt könnte er sich statt dessen eine Skaterbahn vorstellen. Im Moment stehen die Anlagen der Wildugner Skater in der Schützenhalle, müssen aber regelmäßig ab- und wieder aufgebaut werden, weil auch andere Veranstaltungen dort laufen. Darunter haben die Aufbauten im Lauf der Jahre gelitten.

Alles in allem tendiert der Bürgermeister eher zu dezentralen Lösungen, also mehreren Angeboten für verschiedene Sportgruppen. In dem erinnerte Klaus Stützle (Grüne) daran, „dass wir durchaus etwas zu bieten haben.“ So gebe es den Bikepark und ein freies Volleyballfeld in der Nähe der Tennisanlage und des Sportcenters.

Einstimmig überwiesen die Fraktionen das Thema zu weiteren, intensiven Beratung in den Planungsausschuss.

Von Matthias Schuldt

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