Edertal

EU verlangt Metzgereien einiges ab

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- Edertal. Die Hausmetzgereien müssen bis zum 31. Dezember ihre EU-Zulassung beantragen, wenn sie auch weiterhin selbst schlachten wollen. Die dazugehörige Überprüfung hat der Bergheimer Betrieb Menge bereits bestanden.

Regierungspräsident Dr. Walter Lübcke überreichte gemeinsam mit Edertals Bürgermeister Wolfgang Gottschalk die Urkunde. Beide Politiker machten deutlich, wie wichtig solche Betriebe für die Identität und das Angebot einer Region sind. Deutschland mit seinen vielen handwerklich strukturierten Metzgereibetrieben steht keinesfalls repräsentativ für die Zustände in Europa. In vielen Ländern beherrscht eine Hand voll von Großmetzgereien das Geschäft. Entsprechend geringer ist die Vielfalt an speziellen Produkten und Rezepturen. Die neuen EU-Vorschriften erlegen den Metzgereien umfangreiche Dokumentationspflichten, etwa in Qualitätssicherung und Hygiene auf. "Ziel ist es, schwarze Schafe des Gewerbes auszusondern", erklärt Lübcke. Die Betriebe in der Region müssen sich nach Angaben von Amtstierärztin Bettina Elsner keine Sorgen machen. Sie erfüllten problemlos die Anforderungen. Viele hätten allerdings die Anträge noch nicht gestellt, "und nun wird es langsam Zeit". (su)

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