Übrigens

Verschenkt

Waldeck-Sachsenhausen - Kein runder Geburtstag ohne pfiffiges Geschenk. Eingerollte Scheinchen in Mauersteinen für Häuslebauer oder gefaltete „Mäuse“ in der Mausefalle – Schenker beeindrucken mit Witz und Ideen.

Besser gesagt: Schenkerinnen, denn (Land)Frauen-Mitbringsel in origineller Verpackung sind kaum zu toppen. Mit Grußkarte, aber ohne Präsent gratuliert Waldecks Rathauschef zum 60. Geburtstag der Sachsenhäuser Landfrauen.

„Das ist kein Jubiläum – da gibt es leider nix von der Stadt“, bedauert Bürgermeister Jörg Feldmann zutiefst und erntet amüsiertes Gelächter im Saal.

Pfarrer Kurt Heyer kontert spontan: „So merkwürdige Statuten wie bei der Stadt gibt es bei der Kirche nicht.“ Der Geistliche hat pflegeleichten Blumenschmuck mitgebracht. Hölzerne Deko-Tulpen als Tischdekoration für Landfrauenabende zieht er aus seinem Überraschungskorb – ganz ohne Packpapier.

Aber dann trumpft Waldecks Bezirkslandfrauenchefin auf. „Wenn wir eingeladen werden, bringen wir natürlich ein Geschenk mit“, schüttelt Elke Jäger über knauserige städtische Gepflogenheiten den Kopf. Landfrauen sind großzügig und kreativ, denn „unser Präsent ist dann auch schön verpackt“, lautet Jägers Antwort auf kirchliche Schenk-Sitten.

Merke: Wer kleinen Mitbringseln den letzten Schliff verleiht, ist ein (Geburtstags)partystar. Schon der griechische Philosph Demokrit (470 bis 380) wusste: „Kleine Wohltaten im rechten Augenblick können für den Empfänger sehr groß sein.“

Das meint auch Euer

Sternchen

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