In Havanna studiert: Martin Wöllenstein berichtet in Bad Wildungen über Kuba

Viele Ärzte, wenig Lohn

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Den Rhythmus im Blut: Die kubanische Tänzerin  Beatrice Suàrez rundete den Vortrag über ihr Heimatland ab.

Bad Wildungen. Im voll besetzten Martin-Luther-Haus berichtete Martin Wöllenstein (Marburg) von seinem Aufenthalt in Kuba und skizzierte detailliert die Situation des Inselstaats in der Karibik. Kuba ist in diesem Jahr das Land des Weltgebetstags.

Der Sohn des ehemaligen Bad Wildunger Pfarrerehepaares Andrea und Helmut Wöllenstein hat im vergangenen Jahr acht Monate an der Kunsthochschule in Havanna studiert.

In dieser Zeit informierte er sich intensiv über Land und Leute und die gesellschaftliche Situation und deren Wandel im „neuen Kuba“.

Das Land sei eine  permanente Baustelle, da viele Kolonialbauten zu Ruinen geworden sind und saniert werden müssten. Wegen der niedrigen Löhne – ein Arzt verdient 30 Euro im Monat – werden Mieten und Grundnahrungsmittel subventioniert.

Trotzdem gibt es eine riesige Schattenwirtschaft, die etwa 30 Prozent des Volkseinkommens ausmache, und es gibt in Kuba eine höhere Ärztedichte als in Deutschland. (szl) Mehr lesen Sie in der gedruckten Ausgabe am Donnerstag.

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