Bad Wildungen

Wie viele Löcher stopft das Gesetz?

+

- Wildungen/Edertal/Waldeck (su). 302 600 Euro für marode Wildunger Straßen, 232 900 Euro für Schlaglochpisten in Edertal und 236 400 Euro für die Asphalt-Kraterlandschaften Waldecks. So schlägt sich die Soforthilfe der Landesregierung gegen Frostschäden nieder, wenn der Landtag vom 1. bis 3. März erwartungsgemäß den Haken hinter dieses Gesetz macht.

Das hört sich gut an und mit den Summen lässt sich in den drei Kommunen manche Straßenreparatur bewältigen, doch ob das Geld am Ende Autofahrer und Kämmerer tatsächlich glücklich und zufrieden macht – das steht auf einem ganz anderen Blatt. Bis jetzt haben die Verantwortlichen in den drei Verwaltungen keinerlei Informationen, welche „Ausführungsbestimmungen“ mit der Freigabe der Gelder verbunden sind.

Klar erscheint allen nur, dass die Mittel allein für Reparaturen fließen. Bürger, die spekulieren, ihre Anliegerbeiträge für die „grundhafte Erneuerung“ der Straße vor der Haustür könnten sinken, hoffen vergeblich. Obwohl die Kommunen laut Regierung selbst entscheiden sollen, wo Straßen am dringendsten repariert werden müssen, bedeutet der Geldsegen ebenso wenig, dass automatisch die schlimmsten Buckelpisten in den Dörfern und Städten rasch verschwinden. „Vieles sind ja Kreis- und Landesstraßen. Dafür stehen gesonderte Mittel bereit“, erklärt beispielsweise Heinrich Meuser vom Edertaler Bauamt.

Ein schlagendes Beispiel dafür liefert eine der kraterreichsten Edertaler Strecken, die Ortsdurchfahrt Bergheim. Hier handelt es sich um die L 3383, und die steht nicht auf der veröffentlichten Liste der Landesstraßen im Kreis Waldeck-Frankenberg, die mit Hilfe des Sonderprogramms in Schuss gebracht werden sollen. Auch in der regulären Planung für 2011 des Arolser Amtes für Straßen- und Verkehrswesen taucht sie nicht auf.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 26. Februar.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare