Landkreis erwartet bis Weihnachten 400 bis 500 Asylbewerber zusätzlich aus Krisengebieten

Vielleicht ziehen 21 Flüchtlinge nach Mandern

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Bad Wildungen - Das Sterben und das Elend der Flüchtlinge aus Syrien, dem Irak und anderen Krisengebieten der Welt prägen die Schlagzeilen wie am Montag auf der Titelseite der WLZ-FZ.

Die Folgen von Krieg und Vertreibung beschäftigen längst auch die Verwaltungen und Politikgremien im Landkreis bis hinunter zu den Ortsbeiräten. „Waldeck-Frankenberg muss bis Weihnachten 400 bis 500 Asylbewerber zusätzlich aufnehmen“, teilt Wildungens Bürgermeister Volker Zimmermann auf WLZ-FZ-Anfrage mit. Es sei selbstverständlich, „dass wir das gemeinsam im Kreis hinbekommen, denn den Menschen muss geholfen werden“. Gleichwohl müssten sich die Aufnahmen mit den jeweils örtlichen Gegebenheiten vertragen. Aktuell liegt der Wildunger Stadtverwaltung eine Anfrage des Landkreises vor, ob 21 Flüchtlinge in einem Haus in Mandern untergebracht werden können. „Wir wurden gefragt, ob diese Zahl akzeptabel ist“, berichtet Zimmermann. Der Ortsbeirat erfuhr nach Angaben des stellvertretenden Ortsvorstehers Mathias Biederbeck vorige Woche davon. Am Donnerstag trifft sich das Gremium zur Besprechung mit dem Bürgermeister im Rathaus. „Für den 9. Oktober, 19.30 Uhr, planen wir im Dorfgemeinschaftshaus eine Bürgerversammlung“, fügt Biederbeck hinzu. In einer früheren Pension in der Stresemannstraße sollen zudem bald zehn „unbegleitete Jugendliche“ wohnen: minderjährige Flüchtlinge, die ohne Eltern vor Gewalt und Tod geflohen sind. „Ihre Zahl wächst“, sagt Zimmermann. Weitere Wohnquartiere für Flüchtlinge stehen entgegen anders lautenden Gerüchten aktuell nicht zur Debatte. Sehr wichtig ist Zimmermann die rasche Integration der Ankömmlinge. Er lobt deshalb Initiativen wie die ehrenamtlich angebotenen Deutsch-Kurse in der Friedenskirche. Arbeit ist ein weiterer Schritt der Eingliederung und sie wird Asylbewerbern vom Bund bald gestattet, hofft der Bürgermeister: „Jeden Tag fragen bei uns Flüchtlinge deshalb nach.“ Einige seien bereits in Übereinstimmung mit gültigen Vorschriften im Bauhof im Einsatz. (su)

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