Wegen nichts vorm Bierzelt fast gestorben

Der Angeklagte und sein Opfer sagten am Montag vorm Landgericht aus im Prozess um den lebensgefährlichen Stich auf dem Wildunger Viehmarkt 2015.

Der junge Mann, dem der Angeklagte am 18. Juli mitten in der Nacht ein abgebrochenes Bierglas in den Hals rammte, erinnert sich kaum an etwas. Nur, dass seine Hände plötzlich voller Blut waren und die Mannschaft im Rettungswagen ihn auf dem Weg in die Stadtklinik beschwor, wach zu bleiben und gegen die Müdigkeit anzukämpfen, die der schwere Blutverlust verursachte. Wenige Millimeter weiter, und der Angeklagte hätte mit dem Glas die Halsschlagader seines Kontrahenten getroffen, mit unvermeidlich tödlichen Folgen, wie ein Arzt unterstrich. Vorausgegangen war eine Szene im Festzelt, als das mit 2,7 Promille alkoholisierte, spätere Opfer den ebenfalls alkoholisierten heutigen Angeklagten ohne einleuchtenden Grund mit Fausthieben angriff. Die beiden waren sich zum ersten Mal im Leben begegnet. Der Prozess wird fortgesetzt. (su)

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