Sonderausstellung mit Christbaumständern:

Der Weihnachtsbaum muss gerade stehen, heißt es im Wildunger Quellenmuseum

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Dieser Christbaumständer ist zugleich Krippe.

Bad Wildungen. Historische Christbaumständer sind vom 2. Dezember bis zum 27. Januar Thema einer Sonderausstellung im Quellenmuseum der Wandelhalle.

Eröffnet wird sie am Sonntag, 11.30 Uhr und ist dann täglich von 10 bis 18 Uhr zu erleben.

Die Stücke stammen aus der Sammlung Breuer und sie alle erinnern daran: Bevor aus dem grünen Tannenbaum ein festlich geschmückter Christbaum wird, muss vor allem seine Standsicherheit gewährleistet sein.

Ob angespitzt und eingelocht, gesteckt, verkeilt oder verschraubt: Dieser Herausforderung stellt sich der Christbaumständer als treuer Begleiter des Weihnachtsbaumes seit Jahrhunderten.

Was heute mit ein paar Handgriffen und technisch ausgefeilten „Raffinessen“ erledigt wird, war für Generationen von Familienvätern alljährlich der pure Stress. Weihnachtsfriede hin oder her: Steht der Baum schief, hängt immer auch der Haussegen schief.

Diese Ausstellung holt ihn aus dem Schatten des Weihnachtsbaumes. Sie lädt dazu ein, seiner Geschichte nachzuspüren, die anhand zahlreicher Exponate anschaulich und umfassend dokumentiert wird:

Vom einfachen Holzkreuz bis zu kunstvoll geschmiedeten Modellen, Ständern aus Blech, Eisenguss und Kunststoff, Objekten mit Drehmechanismen und integrierten Spieluhren oder Kunstwerken der Marke „Eigenbau“ aus der Bastlerwerkstatt.

Sie alle haben in Kellern und auf Dachböden die Zeiten überdauert und präsentieren gleichermaßen Kultur- und Industriegeschichte, Handwerkskunst, Phantasie und Erfindergeist, Schlichtheit und Luxus, Stabilität und Schönheit. (r)

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