Bad Wildungen

Weitere Sprachpaten dringend gesucht

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- Bad Wildungen (szl). „Runter vom Sofa – rein in die Schulen“ – am liebsten würde Sozialamtsleiterin Renate Hinse mit diesem Zuruf möglichst viele Bürgerinnen und Bürger motivieren, Sprachpaten zu werden.

Leiterinnen von Wildunger Schulen kamen im Mehrgenerationenhaus mit solchen Sprachpaten zusammen und ins Gespräch. Bürgermeister Volker Zimmermann sprach von einer ebenso schönen wie wertvollen Arbeit, die von den Ehrenamtlichen geleistet werde, „zumal Jugendliche in den Familien immer weniger lesen, obgleich das so wichtig ist für die Entwicklung in allen Lebensbereichen“. Er wisse aus eigener Erfahrung, dass Vorlesen dem Leser genauso viel Freude bereite wie den zuhörenden Kindern.

Zurzeit kümmern sich sechs Sprachpatinnen und -paten um etwa 20 Kinder an den Schulen. Aber das sind viel zu wenig, verdeutlicht MGH-Koordinatorin Maddalena Schützenmeister, die zum Treffen eingeladen hatte.Die Schulleiterinnen wünschen sich dringend viel mehr Menschen, die sich in den Dienst dieser guten Sache stellen, auch als Mathe- und Fremdsprachenpaten. Die Sprachpaten fördern und unterstützen Schülerinnen und Schüler, die aufgrund ihres auffälligen Sprach- oder Sozialverhaltens von den Lehrern für das Projekt ausgewählt werden.

Maddalena Schützenmeister: „In Absprache mit den Lehrern werden die Kinder in ihrer sprachlichen und sozialen Entwicklung von den Sprachpaten gefördert, durch gemeinsames Lesen und das Vorlesen wird Neues erlernt und Erlerntes gefestigt – und es geht dabei um viel mehr als ums Vorlesen, ganz wichtig ist es auch, miteinander Spaß zu haben.“ Die ehrenamtlich tätigen Sprachpaten besuchen einmal oder mehrmals wöchentlich die Schulen und werden dort immer schon freudig erwartet.

Wer künftig Sprachpate sein möchte, kann sich an die Schulleitungen oder an das Mehrgenerationenhaus (Telefon 05621 9695950) wenden; es besteht auch die Möglichkeit, zunächst einmal einen Sprachpaten bei einem Besuch in einer Schule zum „Schnuppern“ zu begleiten.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Mittwoch, 5. Oktober

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