Landkreis beteiligt sich an Bundesförderprogramm

Welcome-Gruppen in Bad Wildungen und Frankenberg bauen Brücken in frühe Bildung

Schwellen überwinden und Vorbereiten auf die Kita: Der Landkreis engagiert sich im Bundesprogramm mit zwei „Welcome-Spielgruppen“ für Eltern und Kinder. Im Bild Teilnehmer im Bad Wildunger Mehrgenerationenhaus mit (stehend von links) Beate Hecker vom Landkreis, Erstem Beigeordneten Karl-Friedrich Frese und Netzwerkkoordinatorin Anja Scholl. Foto: Conny Höhne

Bad Wildungen. Welcome-Spielgruppen für Eltern und Kinder sollen in Bad Wildungen und Frankenberg „Brücken bauen in frühe Bildung“.

So lautet der Name eines Bundesförderprogramms, an dem sich der Landkreis Waldeck-Frankenberg beteiligt. Ziel ist es, den Zugang zur Kindergartenbetreuung vorzubereiten und Eltern mit Kindern zu unterstützend zu begleiten.

Die Gruppen starteten im Februar zunächst mit Flüchtlingsfamilien, erläuterte Netzwerkkoordinatorin Anja Scholl. 

Im zweiten Schritt sollen die Gruppen um deutsche Eltern mit Kindern erweitert werden, die in stark belasteten Sozial- oder Wohnverhältnissen leben. Ihnen soll der Einstieg in frühkindliche Bildung, Betreuung und Erziehung erleichter werden.

 Jedes Kind der Welcome-Gruppe wird von einem Elternteil begleitet. Beim Singen, Tanzen, Malen und Spielen sollen Hürden abgebaut werden, gleichzeitig wird über Möglichkeiten der frühen Bildung informiert. Mit dem Wechsel in eine Kindertagesstätte endet das Angebot. 

Die Welcome-Gruppe pflegen den Austausch mit örtlichen Kindertagesstätten durch gegenseitige Besuche.

Flyer in fünf Sprachen aufgelegt

Viel Vorarbeit war nötig, etliche Kontakte wurden im Vorfeld geknüpft. Gezielt wurde bei Familien für eine Teilnahme geworben – mit einem Flyer in fünf Sprachen. Doch es habe sich gelohnt. „Jetzt ist es ein Selbstläufer, es kommen Neue dazu“, zeigt sich Netzwerkkoordinatorin Anja Scholl vom Landkreis Waldeck-Frankenberg zufrieden. Teilweise wurde auf as vorhandene Netzwerk aufgebaut.

Die Frankenberger Welcome-Gruppe in der Bahnhofstraße nutze beispielsweise die Spielplätze der Kindertagesstätten Linnertor und Schwalbennest mit, die mit der Gruppe kooperieren, verweist Beate Hecker. Sie ist beim Landkreis zuständig für Kindertagesstätten, Fachaufsicht und Fachberatung.

„Als örtlicher Träger der öffentlichen Jugendhilfe freuen wir uns, ein solches Angebot in Waldeck-Frankenberg initiieren zu können“, betonte Erster Kreisbeigeordneter Frese bei der Vorstellung des Projekts in Bad Wildungen. In der interkulturellen Gemeinschaft würden die Familien bestmöglich unterstützt. Die Gruppen arbeiten auch mit Dolmetschern zusammen.

Sprachkurs für Eltern, Spiele für Kinder

Zehn Eltern und 15 bis 18 Kinder aus meist afrikanischen Familien nehmen in Bad Wildungen das regelmäßige Vormittagsangebot an vier Tagen wahr. Während Mütter oder Väter einen Sprachkurs absolvieren, spielen die Kinder im Raum nebenan.

Neun Eltern und 13 Kinder beteiligen sich in Frankenberg daran, die Nationalitäten sind bunt gemischt – Teilnehmer kommen von Afghanistan, Syrien und aus dem Irak.

Weitere Berichte zu dem Thema lesen Sie in der gedruckten WLZ am 30. April.

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