Logischer nächster Schritt nach 35 Jahren

Kirchspiel Wellen/Wega/Anraff ist seit Neujahr „Kirchengemeinde an der Eder“

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Mit Dank verabschiedet (von links): die bisherigen Kirchenvorstandsmitglieder Monika Paul, Marianne Heerd, Heinrich Rese und Reiner Lutsch mit Pfarrerin Silvia Brusius

Das Kirchspiel „Wellen, Wega, Anraff“ ist seit 1. Januar Geschichte. Die drei Gemeinden haben fusioniert.

Edertal/Bad Wildungen – Zum Jahresbeginn 2020 trat die von den ehemals drei Kirchenvorständen getroffene Entscheidung zur Vereinigung der Gemeinden in Kraft. „Wir haben uns den Namen ‘Kirchengemeinde an der Eder’ gegeben“, berichtet Pfarrerin Silvia Brusius.

Mitgliederzahlen in den Kirchengemeinden rückläufig

Die Mitgliederzahlen der evangelischen Kirche gehen zurück. Nicht zuletzt als Konsequenz daraus kommt es seit Längerem zu Vereinigungen von Gemeinden im Kirchenkreis der Eder. Für Anraff, Wega und Wellen erscheint der Schritt umso logischer, als sie bereits seit Anfang der 1980er Jahre ein Kirchspiel bildeten.

„Darüber hinaus laufen weitere Kooperationen. So arbeiten wir etwa in der Jugendarbeit mit Bergheim zusammen“, erklärt Silvia Brusius. Als sie vor 25 Jahren ihren Dienst im damaligen Kirchspiel antrat, zählten die drei Gemeinden 1400 Mitgliedern. Heute sind es zusammen noch knapp 1090.

15 Kirchenvorstandsmitglieder für die neue Gemeinde

Mit dem Jahreswechsel trägt ein gemeinsamer Kirchenvorstand für die neue „Gemeinde an der Eder“ die Verantwortung. Je fünf Frauen und Männer aus jedem Dorf bilden das 15-köpfige, kürzlich von den Gemeindemitgliedern gewählte Gremium. Das sind in der Summe drei Kirchenvorstände weniger als zu Zeiten des Kirchspiels, als jeweils sechs Kirchenvorstandsmitglieder für jedes Dorf aktiv waren.

Bei der bald anstehenden ersten Sitzung des neuen Gremiums steht unter anderem das Ernennen mehrerer „Kirchenältester“ auf der Tagesordnung. Dabei handelt es sich nicht um die an Lebensjahren Ältesten aus den drei Gemeinden, sondern um erfahrene, langjährige ehemalige Kirchenvorstände, die als „Älteste“ dem neuen Gremium weiterhin mit Rat und Tat zur Seite stehen. Sie wurden nach den Wahlen in einem feierlichen Dankgottesdienst aus ihren Ämtern verabschiedet und erhielten für ihre Verdienste die Maria-Magdalena-Medaille der Landeskirche Kurhessen-Waldeck.

Ausgeschiedene Kirchenvorstandsmitglieder geehrt

So engagierte sich Marianne Heerd aus Wega 42 Jahre lang im Kirchenvorstand. Sie bekam schon die Elisabeth-Medaille dafür verliehen, dass sie 50 Jahre lang den Kindergottesdienst in ihrem Ort betreute.

Heinrich Rese aus Anraff gehörte dem Gremium 24 Jahre lang an. Er packte stets zuverlässig an, wenn es etwas zu tun gab und erfreut sich bei Generationen von Anraffer Kindern großer Beliebtheit. Ihnen heizte er unter anderem im Rahmen der Jungschar den Grill an.

Reiner Lutsch bringt es auf 27 Jahre Einsatz im Wellener Kirchenvorstand. „Er sieht die Arbeit und erledigt sie dann einfach“, charakterisiert Silvia Brusius sein Engagement.

Außerdem wurde im Rahmen des Gottesdienstes Monika Paul nach sechs Jahren im Wellener Kirchenvorstand aus dem Amt verabschiedet. Im neuen Vorstand sitzen auch etliche neue Gesichter, die sich für die jetzt beginnende Amtsperiode gewinnen ließen, freut sich Silvia Brusius.

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