Bad Wildungen

Weniger Geld fürs Ferienprogramm

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- Waldeck (su). Im Jahr eins nach dem Austritt von Waldeck muss die Edersee-Touristic (ET) den Gürtel enger schnallen. Geschäftsführer Wolfgang Müller stellte den Etat 2011 im Edertaler Tourismus-Ausschuss am Montagabend vor.

Bei einer schwarzen Null im Betriebsergebnis umfasst der Haushalt noch rund 350 000 Euro – 100 000 Euro weniger als im Vorjahr. Was nicht bedeutet, dass die ET in dieser Größenordnung sparen muss, denn den weggefallenen Einnahmen aus Wal­deck stehen auf der anderen Seite die fehlenden Ausgaben für Waldeck gegenüber. nIn der Endabrechnung machen sich vor allem zwei Dinge negativ bemerkbar. Die ET hat eine Beschäftigte verloren, die zur Stadt Wal­deck gewechselt ist. Das schränkt den personellen Spielraum naturgemäß ein. Und die ET muss das Angebot beim Ferienspaß in den Sommerferien abspecken. Statt bisher 10 000 Euro stehen fürs laufende Jahr noch 7000 Euro zur Verfügung.

„Wir wollen trotzdem nicht an der Qualität sparen“, verspricht Müller. Reduziert werde allerdings die Zahl der Standorte. Wo private Tourismusbetriebe ein Interesse haben, mehr Unterhaltungsangebote für Kinder vor der Haustür zu finden, sollen sie sich finanziell verstärkt engagieren. „Klar ist auch, dass wir nicht mehr auf Waldecker Boden tätig werden“, ergänzt Müller. Die sechs Beach-Partys in den sechs Ferienwochen verteilen sich künftig auf Edertal und Vöhl: Zwei finden an der Sperrmauer statt, je eine am Affolderner Info-Point, am Basdorfer Maislabyrinth, am Campingplatz Teichmann und am Vöhler Henkelbad. Zweiter Ankerpunkt des Veranstaltungsprogramms bleibt der Kindertag.

Die Zusammenarbeit mit Peter Dietrich und seinem Team von „Kirche unterwegs“ auf der Halbinsel Scheid läuft in der gewohnten Form weiter. Die ET unterstützt „Kirche unterwegs“ wie bisher mit Geld. Die zwei Partner wollen die fehlenden 3000 Euro einsparen, indem sie auf das Anheuern professioneller Künstler verzichten. „Wir fangen das mit einem verstärkten Einsatz von Laien-Helfern auf“, erklärt Dietrich. Die Stadt Waldeck sei bereits auf ihn zugekommen, um das Angebot von „Kirche unterwegs“ in einem eigenen Ferienflyer auflisten zu dürfen. Finanzielle Unterstützung von Seiten der Stadt gebe es aber 2011 nicht.

Während die Gemeinden Edertal und Vöhl weiterhin ihren Beitrag in der ET leisten, nehmen etliche Waldecker Betriebe über die Mitgliedschaft in der Fördergesellschaft Edersee (Zusammenschluss von Tourismusunternehmen am See, Mitgesellschafterin der ET GmbH) die ET-Dienste in Anspruch, ohne dass sich ihre Gemeinde noch an den Kosten dafür beteiligt.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Mittwoch, 16. Februar

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