MGV „Edergold“ startet mit Festgottesdienst ins Jahr des 150-jährigen Bestehens

„Wenn das kein Grund zum Feiern ist“

MGV Edergold Waldeck mit Chorleiter Robert Kiris bei seinem Vortrag.Fotos: Henning Schaumburg

Waldeck - Mit einem Festgottesdienst startete der Männergesangverein „Edergold“ ins Jubiläumsjahr. Seit 150 Jahren begeistern sich Waldecker Männer für das Singen. „Wenn das kein Grund zum Feiern ist!“ - mit diesen Worten eröffnete Pfarrerin Sonja Rümpler den Gottesdienst und kündigte ein „bunt bestücktes“ Programm an.

Unter Leitung von Margaretha Ehrlichmann trat der Projektchor Waldeck auf und begeisterte die Gemeinde in der gut besetzten Kirche mit dem Lied „Frage nicht“. Auch das aus norwegischer beziehungsweise schwedischer Tradition entstammende „Vem kan segla förutan vind?“ („Wer kann ohne Wind segeln?“) gab der Chor, der eigens für die „Edergold-Herren“ einige Zusatzproben eingelegt hatte, zum Besten.

„Wie schön leuchtet der Morgenstern“ spielte der Posaunenchor Waldeck, dirigiert von Julius Joachim. Zusammen mit der Kirchenorgel stimmten alle in das Gemeindelied „Lobe den Herren“ an. Ein weiterer musikalischer Leckerbissen war der Auftritt von Larissa Niederquell: Glasklarer Gesang und Stimmgewalt faszinierten bei „Dir, dir Jehova will ich singen“. Auf der Oboe spielte sie „Jesus bleibet meine Gnade“ und wurde dabei von der Orgel begleitet.

„Musik bringt das zum Ausdruck, was Worte allein nicht vermögen“, stellte Pfarrerin Rümpler in ihrer Predigt fest. Musik bewirke, ebenso wie der Glaube, dass das Herz aufgehe und man sich füreinander öffne.

Sie erzählte von der Bedeutung der Musik in der Bibel und bedankte sich bei dem Jubiläumschor für die „lange Verbundenheit“ und die zahlreichen Auftritte - oft auch in der Waldecker Kirche. Rümpler überreichte ein Stück Ziegel der Kirche sowie ein „Waldecker Flachgeschenk“, da auch der Männergesangverein sich immer um Spenden für den im Sommer anstehenden Umbau des Kirchendachs gekümmert habe.

Auch der Gastgeber bewies sein Talent: Mit „Ich bete an die Macht der Liebe“ und „Ach bleib mit deiner Gnade“ brachten die Sänger um Dirigent Robert Kiris die Kirche zum Klingen. „Wenn mer sonntags in die Kirche gehen“, gesungen vom MGV, bildete den Abschluss des Gottesdienstes. Vereinsvorsitzender Fritz Rettberg freute sich über den Einsatz aller Mitgestalter und der Tatkraft „seiner Jungs“. Die Gemeinde spendierte kräftigen Applaus. (hsch)

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