Bad Wildungen

Wilde darf wieder wilder werden

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- Bad Wildungen. Damit Flüsse wieder Flüsse und Bäche wieder echte Bäche sein dürfen – wenigstens in Abschnitten. So lautet das Ziel jeder „Renaturierung“. Momentan ist die Wilde an der Reihe.

Neben der Berliner Straße haben umfangreiche Baggerarbeiten begonnen. Das Gelände wird aufwendig neu modelliert, um der Wilde ein Stück Wildheit zurückzugeben, ihr Platz zu verschaffen. „Feuchtbiotope werden entstehen und bei Hochwasser kann sich die Wilde in diese Uferbereiche hinein ausweiten“, erklärt Petra Schirrmacher vom Wildunger Stadtbauamt. Das Projekt zieht sich bis zum kommenden März von der Straße „Neue Mühle“ bis hinunter zum Gut Elim. 370 000 Euro sind dafür im Haushalt der Stadt eingestellt.

Den Löwenanteil trägt allerdings das Land, es übernimmt 85 Prozent der förderfähigen Kosten. Die Renaturierung der Wilde in dem genannten Bereich fügt sich in ein Gesamtkonzept für die Bäche der Stadt, das zum großen Teil bereits verwirklicht ist. Ähnlich von ihren zu engen Fesseln befreit wurden bislang die Sonder am Wildunger Baumarkt oder der Bornebach an der Königsquelle. „Wann genau die Arbeiten beendet sind, kann man noch nicht sagen“, erklärt Petra Schirmacher. Momentan komme die Firma gut voran und Frost biete noch bessere Bedingungen. Längere Regenperioden im Winter würden das Ganze dagegen verzögern. (su)

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