Knapp 57 000 Euro frei gegeben

Wildungen beteiligt sich am Grenztrail Waldeck-Frankenberg

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Ausgewiesene Mountainbike-Strecken quer durch den Landkreis: Das steckt hinter dem Projekt „Grenztrail“, an dem sich nun auch Bad Wildungen offiziell beteiligt.

Mit knapp 57 000 Euro beteiligt sich Bad Wildungen am Einrichten des „Grenztrails“ Waldeck-Frankenberg, der mehrere Hundert Kilometer Strecke für Mountainbike-Touren im Landkreis umfassen soll.

Bad Wildungen/Edertal – Das beschloss die Stadtverordnetenversammlung einstimmig auf Antrag des Magistrats. Horst Reis von den Freien Wählern hielt Lob und Tadel für den Bürgermeister bereit.

„Aus Sicht von Bad Wildungen haben Sie in allerletzter Sekunde eine faire Verteilung der Planungskosten aus Sicht von Bad Wildungen erreicht“, bescheinigte er Ralf Gutheil. Andererseits „wissen wir nicht viel über den Grenztrail, obwohl vor zwei Jahren die Diskussion begann.“ Reis mahnte an, die Wildunger Stadtverordneten besser zu informieren.

Gutheil gestand das zu, entgegnete aber zu seiner Verteidigung: „Aus meiner eigenen Zeit als Stadtverordneter weiß ich, wie diskussionsfreudig unser Parlament ist. Mit der ursprünglichen Kostenverteilung hätte ich hier gar nicht herkommen müssen. Das war klar.“

Sehr viel habe sich im Laufe der Zeit an den Voraussetzungen für den Grenztrail geändert. Ursprünglich sollten alle Kommunen im Kreis dabei sein. Von den 22 Städten und Gemeinden beteiligten sich letztlich aber nur 14. Er habe am Ende zugestimmt, weil es eine Ausstiegsklausel gebe, sollte sich das Projekt so entwickeln, dass es Wildunger Interessen zuwider laufe, erklärte Gutheil.

Grenztrail soll neue Gästegruppen anziehen

„Den größten Nutzen vom Projekt hat sicherlich Willingen, aber wir sollten auch unseren Hut in den Ring werfen und zum Beispiel einen Bike-Park bekommen“, verlangte Stefan Schraps (FDP). Der Bürgermeister pflichtete ihm bei. Das sei auch vorgesehen. Der Trail biete die Chance, neue Gästegruppen anzusprechen und zugleich der Bevölkerung – speziell den Jüngeren – ein neues Freizeitangebot zu unterbreiten.

Landrat Dr. Reinhard Kubat freut sich über die Entscheidung der Wildunger. „Es ist gut, dass Ihr dabei seid, denn Ihr liegt uns am Herzen“, meinte er bei seinem Besuch vorige Woche in der Badestadt. Ebenfalls mit von der Partie sind die Edertaler. Die Gemeinde zahlt 2020 rund 15 000 Euro und 2021 rund 18 000 Euro für den Grenztrail, berichtete Bürgermeister Klaus Gier in der Gemeindevertretung.

Das Projekt soll in der Summe 2,6 bis 3 Millionen Euro kosten. Das Land finanziert davon die Hälfte. Der Kreis steuert 700 000 Euro bei und die 14 Kommunen tragen zusammen 700 000 Euro bei. Wobei von diesem Teil der Landkreis weitere 160 000 Euro übernimmt, so dass er insgesamt 860 000 Euro investiert.

Ein noch zu gründender Zweckverband soll den Trail bauen und später auch unterhalten.

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