Naturbaden, springen, rutschen

Bad Wildungen: Nächste Entscheidung zu Heloponte II  Montag im Parlament

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80-Meter-Röhrenrutsche, Sprunganlage, Naturbadeteich mit Spiellandschaft: Kommt das Parlament am Montag zur selben Ansicht wie der Magistrat, dann werden all das Bestandteile des neuen, geplanten Heloponte II.

Heloponte II: Das geplante, neue Familien- und Freizeitbad mit dem Anspruch „außerordentlich hoher Qualität innen und außen“ steht am Montag im Parlament zur nächsten Abstimmung an, kündigt Bürgermeister Ralf Gutheil an.

In der letzten turnusmäßigen Versammlung vor der langen Corona-Pause Anfang März hatten die Stadtverordneten die grundsätzliche Richtung bereits beschlossen: den Neubau eines Freizeit- und Familienbades mit Ganzjahres-Solebecken und einmaliger Saunalandschaft in Kombination mit den neuen Möglichkeiten, die sich aus der geplanten Gewässer-Renaturierung von Sonder und Urenbach in dem Tal hinter dem Heloponte ergeben.

Das Büro „Constrata“ hat auf dieser Basis weitere Zusatz-Varianten mit zusätzlichen Elementen geprüft und berechnet. Die Ergebnisse der fortgeschriebenen Studie sind Gegenstand der Beratungen am Montag, ab 19.30 Uhr, in der Stadtverordnetenversammlung in der Wandelhalle.

Der Magistrat hat sich einstimmig zu diesen Ergebnissen positioniert, erläutert Ralf Gutheil. „Favorisiert wird eine Variante, die neben den Basismodulen sowohl einen Naturbadeteich mit einmalig gestaltetem Wasserspielplatz als auch eine Indoor-Sprunganlage mit Ein-Meter-Brett und Drei-Meter-Sprungplattform sowie erweiterbare 80-Meter-Röhrenrutsche enthält.“

Damit stünde eine äußerst attraktive, mit großer regionaler Strahlkraft ausgestattete, familienfreundliche, touristisch spannende Freizeitanlage für die nächsten Jahrzehnte zur Verfügung. Heloponte II könnte damit nach Ansicht des Magistrats an die herausragende Stellung von Heloponte I nach seinem damaligen Bau anknüpfen.

Die Nettobaukosten dieser Variante werden von den Gutachtern auf 28,6 bis 34,4 Millionen Euro beziffert. Die Basisvariante lag bei 25,4 bis 30 Millionen. Euro.

Die touristische Wirksamkeit der vom Magistrat bevorzugten Version lasse die höchste Besucherzahl gegenüber den übrigen Alternativen erwarten, „wobei hier eine vorsichtige Herangehensweise angesetzt wurde“, ergänzt Gutheil.

Die Stadt verspricht sich Zuschüsse in einer Mindesthöhe von 6 Millionen Euro, will aber – wenn am Montag die Weichen gestellt sind – konkrete Anträge formulieren und mit den Fördermittelgebern intensiv verhandeln.

Rund 16,2 Millionen Euro liegen für das Projekt auf der „hohen Kante“: Aus dem Hessischen Investitionsfonds seien sechs Darlehen mit Ansparverpflichtung mit dieser Gesamtsumme vorhanden.

Auf der Basis der nun anstehenden Beschlüsse könnte ein Architektenwettbewerb für 2021 vorbereitet werden. Die konkreten Planungen, die dann mit genaueren Kostenschätzungen einhergehen, bilden den nächsten Schritt.

Fällt die Stadtverordnetenversammlung am Montag den nächsten Beschluss, lassen sich nach Einschätzung der Verwaltung alle weiteren Schritte zielgerichtet abarbeiten. Auf der Grundlage von Bewilligungsbescheiden könnten sie dann fristgerecht ablaufen.  red

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