50 Meter Fußweg für Grundschüler zumutbar

Bad Wildungen richtet Haltestelle fürs „Elterntaxi“ ein

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Hoffen auf rege Nutzung der Elterntaxi-Haltestelle: (von links) Daniela Reim, Martin Segeler, Ralf Gutheil, Thomas Jentsch und Frank Vietzthum, die das Schild installierten.

Eine neue Haltestelle fürs "Elterntaxi" am Heloponte soll traditionsreiche Verkehrsverstöße an der Helenentalschule stoppen.

Bad Wildungen – Über ganze Schulgenerationen hinweg hat sich bei Eltern- und Großelterntaxis die Unsitte verfestigt, bis vor die Tür der Helenentalschule zu fahren – obwohl die Einfahrt in die Straße zu diesem Zweck nicht erlaubt ist. Ein Schild „Durchfahrt für Fahrzeuge aller Art“ weist an der Einmündung der kleinen Sackgasse deutlich darauf hin.

„Jetzt unternehmen wir einen neuen Anlauf“, erklärt Bürgermeister Ralf Gutheil. Der Heloponte-Parkplatz, rund 50 Meter von der Schule entfernt an der Stresemann-Straße, wird seit Dienstag durch ein neues, gut sichtbares Schild zur „Haltestelle fürs Elterntaxi“ deklariert.

„Eigentlich ist es gar nicht so einfach, Schilder, die nicht offiziell in der Straßenverkehrsordnung vorgesehen sind, einzusetzen“, räumt Ordnungsamtsleiter Martin Segeler ein. Aber in diesem Fall habe die Polizei gerne zugestimmt, da auch ihr an der Lösung des Problems gelegen sei. Schulleiterin Daniela Reim hofft auf eine dauerhafte Wirkung des farbigen Schildes. „Wir haben mehrfach Elternbriefe zum Thema geschrieben und ein bisschen tut sich dann was.“ Lange habe der Effekt bislang aber leider nie angehalten.

Gleiches gelte für Kontrollen durchs Ordnungsamt, ergänzt Martin Segeler: „Man warnt sich gegenseitig in den What´s App-Gruppen.“

Dennoch werde die Stadt in den nächsten Wochen erneut kontrollieren, um die Elterntaxi-Haltestelle 50 Meter weiter nachhaltig in den Köpfen zu verankern. Laut neuem Bußgeldkatalog kostet das Ignorieren des „Durchfahrt verboten“-Schildes 55 Euro. Wer sich und seinen Kindern den Fußweg vom Heloponte-Parkplatz zur Schule oder in Gegenrichtung ersparen will, zahlt also rund 1 Euro pro gespartem Meter, wenn er oder sie erwischt wird.

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