Zerstörungswut in öffentlichen WCs

Bad Wildungen: „Trauerspiel mit Toiletten“

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Vorbildlich, aber eben auch teuer: 2019 wurde die Toilettenanlage des städtischen Edel-Kioskgebäudes auf der Brunnenallee aufwendig saniert und umgestaltet zur Barrierefreiheit. So ein Angebot fehlt in der Altstadt.

„Wo gibt es in der Altstadt saubere und barrierefreie öffentliche Toiletten?“, fragte CDU-Fraktionsvorsitzender Marc Vaupel in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung den Bürgermeister.

Generell mangele es an Toiletten in der Altstadt und Teilen der Kernstadt, die den berechtigten Erwartungen von Gästen an Hygiene und Erscheinungsbild entsprechen, räumte Ralf Gutheil ein.

„Es ist ein Trauerspiel, wie mit diesen Toiletten umgegangen wird“, meinte der Bürgermeister und hob auf die Zerstörungswut ab, die sich regelmäßig in den Anlagen Bahn bricht. Jüngstes Beispiel seien die Toiletten auf dem Kaiserlindendeck.

Kürzlich wurde dort die Eingangstür eingeschlagen und es zertrümmerte jemand zwei Waschbecken. Ähnliche Erfahrungen zeigten sich regelmäßig mit den Toiletten etwa im Parkdeck Meerschlund oder auf dem Busparkplatz Brunnenallee: „Dort ist ja auch ein Drogenumschlagplatz.“

Hinzu komme, dass ein Ausbau der WC-Anlagen für Barrierefreiheit sehr viel Geld koste. Das habe das Positiv-Beispiel der neuen Toiletten im Kiosk-Gebäude auf der Brunnenallee erwiesen.

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