Ausstellung zum "Tag der Städtebauförderung"

Bad Wildungen zeigt in Wort und Bild seinen Wandel durch geförderten Städtebau

Bad Wildungen – Zum „Tag der Städtebauförderung“ hat Bürgermeister Ralf Gutheil eine Ausstellung eröffnet, die rund um die Uhr an 365 Tagen geöffnet hat.

Grund: Die Illustrationen und erläuternden Texte hängen an der großen Stützmauer zwischen Stadtkirche und Rathaus.

Bad Wildungen habe in den vergangenen Jahrzehnten sehr viel Geld aus unterschiedlichen Fördertöpfen für den Städtebau erhalten, begründete Gutheil die Ausstellung. Er zog eine Bilanz über das Erreichte und gab einen Einblick in das aktuelle Vorhaben: das Entwicklungskonzept für die Altstadt.

Altstadtkoordinatorin Johanna Engel hat für die Ausstellung 14 Plakate entworfen. Sie zeigen die Entwicklungsschritte des Fachwerkviertels auf. Und die Tafeln thematisieren das neue „Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept“ (ISEK) , das unter Beteiligung interessierter Bewohner und Eigentümer mit dem Büro DSK und dem Büro Ruppert (Edertal) erstellt wurde. Im Zuge des Prozesses hätten sich gewandelte Ansprüche herauskristallisiert.

Neben den Themen „Einzelhandel“, Gastronomie“ und „touristische Attraktion“ steht die „Wohnqualität“ stark im Vordergrund. Dies zeige sich an Wünschen zur weiteren Verkehrsberuhigung, um Wohn- und Nachtruhe zu gewährleisten. Aufenthaltsqualität ist gefragt in Gestalt von Spielzonen und Plätzen. Beispiele liefern der umgestaltete Marktplatz, der Kirchplatz oder die Eingangsbereiche der Brunnenstraße.

Antje Köster vom Büro DSK bezeichnet die Chancen für die Stadt gut, mit dem ISEK-Konzept ins Förderprogramm des Landes aufgenommen zu werden. Das Konzept berücksichtige die Interessen von Jung und Alt, viele Vorarbeiten seien bereits geleistet.

Gutheil erinnerte an die Anfänge der Städtebauförderung in Bad Wildungen: das Verlegen der Bundesstraßen und die Sanierungspläne 1977/78. Im Zuge des Programms wurden Projekte wie das Jugendhaus im alten Spritzenhaus oder die Brunnenstraße 27.

Mit einem anderen Fördertopf, dem Programm „Aktive Kernbereiche“, erreichte Bad Wildungen seit 2008 viel, fuhr Gutheil fort. Es sei gelungen, Altstadt und Kurviertel städtebaulich zu verknüpfen und den Stadtring nach den Kriterien der kurzen Wege und der Barrierefreiheit“ so umzubauen, dass Radfahrer und Fußgänger mehr Raum erhielten. Bis heute liefen einige Projekte dieses Programms, etwa die Sanierung der Toilettenanlage in der Allee sowie die Sanierung und Erweiterung der Musikschule.

Martin Zyzik vom Stadtbauamt stellte dieses Projekt vor. Nach einer holprigen Startphase mit Standortdiskussionen nehme es Fahrt auf. Vor kurzem habe die Stadt Grundstücksfragen dazu mit dem Landkreis geklärt. Die Bestandsaufnahme des Altbaus laufe, um den Einstieg in die Planungsphase vorzubereiten. Zyzik rechnet für 2020 Jahr mit dem Baubeginn.

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