Fast 6000 Euro Spende heimischer Unternehmen und des Lions-Clubs machen es möglich:

Wildunger Ense-Schule setzt mit neuem Unterrichtskonzept auf Lego-Robotik

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Vom Unterrichtskonzept mit Lego-Robotertechnik überzeugt (von links): Dr. Jens Gerrit Hoffmann (Präsident Lions-Club Bad Wildungen), Thomas Fölsch (Ausbildungsleiter Continental), Jürgen Trumpp (Vorstandsmitglied Sparkasse Waldeck-Frankenberg), Martina Schütz (Schulleiterin), Christian Schulz (Fachlehrer Arbeitslehre) und Petra Lauer (Förderverein der Ense-Schule). Foto: pr/Ense-Schule

Bad Wildungen. Die Ense-Schule setzt auf ein neues, modernes und praxisorientiertes Unterrichtskonzept mit dem Titel „Lego Mindstorms Education EV3“.

Es ermöglicht Schülern, eigene Roboter aus den bekannten Lego-Technik-Bauteilen zu konstruieren und die Maschinen anschließend zum Leben zu erwecken. Dabei helfen verschiedene Servomotoren, Sensoren und technische Bauteile wie Zahnräder, Riemen, Räder, Achsen, Verbindungsteile und außerdem das Herzstück des Roboters, ein programmierbarer Minicomputer. Er wird in den Roboter integriert.

Mädchen und Jungen soll auf diese Weise in Zeiten des Fachkräftemangels bereits in der Schule die Grundlagen des Programmierens kennen lernen.

„Auf dem Stundenplan im neuen Schuljahr steht das Verbinden von technischem Verständnis und symbolbasierten Grundprinzipien einfacher Programmiersprache“, erklärt Christian Schulz, Fachpädagoge für Arbeitslehre an Ense. Möglich wurde der Kauf der Roboterbausätze durch eine Spende von knapp 6000 Euro, an der sich Volkswagen, Continental Reifen, Sparkasse Waldeck-Frankenberg und der Lions-Club Bad Wildungen beteiligten.

Thomas Fölsch, Ausbildungsleiter bei Continental in Korbach: „In unseren Ausbildungswerkstätten wird ebenfalls mit diesem System gearbeitet. Daher erachten wir diese Zukunftsinvestition als sehr sinnvoll.“ Auch in der Ausbildung bei Volkswagen kommt das Konzept zum Tragen. Grund genug für den Fachbereich Arbeitslehre der Ense-Schule, die Arbeit mit diesem Bausatz im Zuge der im Schulprofil verankerten Berufsorientierung aufzunehmen.

Die Schule möchte der Arbeitskräftelücke im Bereich MINT (Mathematik, Informatik Naturwissenschaften, Technik) entgegenwirken und den Kompetenzzuwachs ermöglichen, der in zukünftigen Berufen an Bedeutung gewinnt. „Mit diesem Unterrichtsmaterial lassen sich spannende Experimente durchführen“, unterstreicht Schulz. Die Jugendlichen tüfteln an eigenen Kreationen oder vorgegebenen Bauplänen. Das Konzept rüste sie für Berufe, die es heute eventuell noch gar nicht gebe, ergänzt Christian Schulz. Der rasante technologische Fortschritt verändere die Arbeitswelt wie kein zweiter Faktor. (r)

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