Abschluss der Gesundheitswoche

Wildunger Frauen-Infotag zu Digitalisierung und Gesundheit

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Sie vertraten mit-veranstaltende Einrichtungen (Foto oben von links): Kerstin Wickert-Strippel, Ute Hetzler, Beate Friedrich , Gaby Lienhop , Bärbel Kesper, Ina Kernetzky und Julia Rusch.

Bad Wildungen – „Gesundheit – Frauen – Beruf“ stand als Motto über dem neunten Frauen-Informationstag in der Wildunger Wandelhalle.

„In welchem Arbeitsfeld sehen Sie sich in der Zukunft? Digital, analog, im Büro oder zu Hause – hierarchisch abgestuft, in flachen Strukturen oder in einem bunten Mix dazwischen?“

Diese Frage stellte Beate Friedrich den Gästen zur Eröffnung der Veranstaltung, die den Abschluss der Wildunger Gesundheitswoche bildete. Die Frauenbeauftragte des Landkreises räumte ein, dass niemand wisse, wie die Arbeitswelt von morgen aussehen: „Aber es ist notwendig, sich innovativ und effizient aufzustellen, um den Anforderungen gerecht zu werden und zu bleiben.“

Der Wandel hin zur Digitalität wirke sich vielfältig aus, begegne den Menschen überall und präge auf absehbare Zeit die Großdebatten der Gesellschaft.

„Während man in der klassischen Arbeitswelt präsent sein muss, um Karriere zu machen, zählen in der neuen Arbeitswelt vor allem Resultate“, schon heute nutzten viel Frauen die Möglichkeit von zu Haus aus mobil zu arbeiten.

Dabei beschränken sich Frauen längst nicht mehr auf „ihre“ klassischen Berufsfelder, die in Bad Wildungen so mannigfaltig vertreten sind: Pflege und Betreuung etwa. Das betonte Erster Stadtrat Hartmut Otto: Der Frauen-Infotag spiegele in seiner Vielfalt der Informationsangebote diese Entwicklung wider.

Landrat Dr. Reinhard Kubat riet, sich von dem rasanten Wandel in allen Bereichen nicht verunsichern und ängstigen zu lassen: „So schlimm und bedrohlich finde ich diese neue Zeit gar nicht. Die Welt verändert sich und wir uns zum Teil mit ihr.“ Vor allem die Geschwindigkeit der Veränderungen habe überrascht „und vor diesem enormen Tempo haben wir Angst.“

Kerstin Wickert-Strippel, Beauftragte für Chancen- gleichheit der Arbeitsagentur, griff einen weiteren Aspekt auf: Die Digitalisierung gehe in fast allen Berufsgruppen mit einer Höherqualifizierung einher: „Investitionen, Weiterbildung und lebenslanges Lernen bleiben also wesentlich, um mit den veränderten Anforderungen einer stärker digitalisierten Wirtschaft Schritt zu halten.“

An mehr als 20 Ständen nahmen Besucherinnen die Gelegenheit wahr, sich über die Konsequenzen aus all diesen Erkenntnissen zu informieren, Gespräche zu führen, Auskünfte zu erhalten oder auch an Workshops teilzunehmen. Dabei ging es auch um Strategien, in der beschleunigten Welt mit ihren höheren Anforderungen gesund zu bleiben. „Um Gesundheit eigenverantwortlich zu stärken ist Gesundheitskompetenz gefragt“, unterstrich Beate Friedrich. -szl-

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