Enttäuschung für die Fans

Ein Wildunger Heloponte-Sommer ohne Freibad

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Warten auf Baumaterial: Weil sich die Lieferung der Steine für den Beckenkopf verzögert, öffnet das Freibad in diesem Sommer voraussichtlich nicht mehr.

Schlechte Nachrichten für Freibadfans: Die Arbeiten am maroden Beckenkopf des Schwimmerbeckens haben wegen Lieferengpässen beim Baumaterial noch nicht begonnen.

Bad Wildungen – „Wir müssen leider davon ausgehen, dass das Freibad in diesem Jahr gar nicht mehr eröffnet wird“, bedauerte Bürgermeister Ralf Gutheil in der Stadtverordnetenversammlung auf Nachfrage der Abgeordneten Leonie Pollert (Freie Wähler).

Bei Reparatur- und Wartungsarbeiten im April zeigte sich, dass der komplette Beckenkopf marode ist (WLZ berichtete). Das ist der Teil zwischen der Wasserfläche und dem Umlaufgang, auf dem sich Badegäste zu Fuß bewegen. Das Parlament stellte 70 000 Euro für die Reparatur bereit, allein die Materialkosten belaufen sich auf 36 000 Euro. Geschehen ist aber bislang nichts.

Es hängt an 600 Steinen, die ausgetauscht werden müssen. „Die Firma kommt nicht hinterher, die Steine zu brennen“, informierte Gutheil. Selbst wenn die Lieferung noch in diesem Monat eintreffe, werde die Zeit knapp. „Das Material muss ausgetauscht werden, aushärten, Wasser wird abgelassen, das Becken gereinigt – dann sind wir im August.“ Die Saison gehe meist Anfang September zu Ende. Damit sich ein Betrieb des Freibads unter diesen Umständen noch einigermaßen lohne, müsse es schon einen extrem warmen August und September geben, gab der Bürgermeister zu bedenken. „Momentan gehen wir davon aus, dass es leider nicht geöffnet werden kann.“ Leonie Pollert regte an, zumindest Baby- und Nichtschwimmerbecken wieder in Betrieb zu nehmen, wenn schon das große Schwimmerbecken ausscheide. Ob das so möglich sei, ließ Gutheil offen.

Im Hallenbad des Heloponte wurde die dreimonatige Corona-Pause für umfassende Wartungs- und Sanierungsarbeiten genutzt. Inzwischen sind die Becken wieder befüllt, und das Bad wird vorbereitet für eine Wiedereröffnung. „Am 16. Juni kommt das Gesundheitsamt“, kündigte Bürgermeister Gutheil an. Dann gehe es um einen Hygieneplan und die Frage, wie der laufende Badebetrieb unter Corona-Regeln stattfinden kann.

Danach werde eine Wasserbeprobung vorgenommen. Bürgermeister Gutheil bat um Geduld, bis diese Ergebnisse vorliegen. Sollten sowohl Hygienekonzept als auch Wasserqualität in Ordnung sein, könnte das Bad Wildunger Hallenbad voraussichtlich Anfang Juli wieder eröffnet werden.

Um den Besucherstrom zu kontrollieren, stünden verschiedene Modelle im Raum. Gutheil: „Ein Online-Vorbuchungssystem ist eine Idee, wir wissen aber nicht, wie schnell wir das umsetzen können.“

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