Grüne fordern Konsequenz aus Schulplänen für Schlachthof:

Umzug des Wildunger Herkules-Marktes auf altes Molkereigelände erlauben

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Wenn der Schlachthof Bildungsort wird, soll der Herkules umziehen dürfen aufs Molkerei-Areal. Foto: Archiv

Das Umsiedeln des Wildunger Herkules-Marktes auf das Gelände der alten Molkerei endlich erlauben und alle Vorhaben für ein Überbauen des Parkplatzes Brunnenallee 1 endlich begraben:

  • Weil Viessmann-Schule und Asklepios-Bildungszentrum aufs Gelände des Wildunger Schlachthofs sollen, wollen die Grünen nebenan den Umzug des Herkules aufs Molkereigelände endlich erlauben
  • Im Zuge des angekündigten Stadtentwicklungskonzeptes verlangen sie auch den Erhalt des Grundstücks Brunnenallee 1 als Parkplatz
  • Außerdem regen sie eine Erweiterung der Wildunger Fürstengalerie an, um die neue Funktion der Altstadt als Dienstleistungszentrum zu unterstützen

Das fordern die Wildunger Grünen in einer Pressemitteilung als Bestandteil für das Konzept, das dieWildunger Stadtverwaltung für die Stadtentwicklung erarbeitet. Bernhard Weller hatte den Ansatz in der jüngsten Stadtverordnetenversammlung präsentiert, der abrückt von der Konzentration auf einzelne Projekte und stattdessen einen Masterplan für die künftige Ausrichtung der gesamten Stadt in den Mittelpunkt des Handelns stellt.

„Diese Herangehensweise ist durchweg positiv zu unterstützen“, schreiben die Grünen. Jedoch seien Jahre der Entwicklung verloren gegangen durch Verzögern, Taktieren und Ablehnen von entsprechenden Antragsinitiativen in der Stadtverordnetenversammlung.

Grüne: Umzug bringt auch Schub für jetziges Herkules-Gelände

Die Blockade des Herkules-Umzuges müsse nun beendet werden – gerade mit Blick auf die Idee des Landrats,die Wildunger Viessmann-Berufsschule und das Wildunger Asklepios-Bildungszentrum aufs Gelände des Wildunger Schlachthofs zu verlegen. Das fordern die Grünen. Auch für das jetzige Herkules-Grundstück an der Odershäuser Straße erwartet die Fraktion in der Folge einen Entwicklungsschub.

Die Wildunger Brunnenallee 1 als Parkplatz zu erhalten, begründen die Grünen so: Noch immer sei nicht geklärt, ob und wie man an die übrigen, benötigten Grundstücke für ein Bauvorhaben herankomme. Alle bislang bekannten Pläne setzen Verkaufsbereitschaft bei Privateigentümern voraus, denen benachbarte Areale gehören. Denn die allein zu kleine Fläche Brunnenallee 1 befindet sich als einzige in Händen der Stadt Bad Wildungen.

Wildunger Altstadt als Dienstleistungszentrum mit Wohnen

Für die Innenstadt und speziell die Wildunger Altstadt schwebt den Grünen die Rolle eines Quartiers als Dienstleistungszentrum mit Gastronomie, Arztpraxen und Wohnen vor. „Eine Attraktivierung und Vergrößerung der Fürstengalerie würde dem Herzen der Stadt vor diesem Hintergrund ebenfalls zugute kommen, heißt es in der Mitteilung.

„Wenn dieses Bad weiterhin ein Anziehungspunkt für die Region sein soll, gehören für Kinder und Jugendliche Angebote wie mehrere Rutschen und ein Erster-Klasse-Kleinkinderbereich in die Anlage“, schreibt die Partei zum Thema Heloponte.

Grüne wollen Kurhausareal weiterhin verkaufen

DasWildunger Kurhaus bleibt aus ihrer Sicht ein Fall für die Investorensuche. Dabei zeigen sich die Grünen frustriert über die große Zahl an Interessenten, die im Laufe der Jahre verprellt worden seien. Die Entscheidung zur Aufgabe des Gebäudes sei mit dem Beschluss zum Ausbau der Wandelhalle vor 18 Jahren gefallen.

Die Freien Wähler hatten zu diesem Thema für die letzte Parlamentssitzung vor der Sommerpause einen Antrag vorbereitet mit entgegengesetzter Stoßrichtung. Sie wollen die wesentlichen Teile des Wildunger Kurhauses in städtischer Hand erhalten, zogen ihren Antrag aber wegen der weitergreifenden Ideen der Stadtverwaltung zurück.  red/höh/su

Im Wildunger Kurhaus gab es kürzlich einen großen Brand.

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