Maximilian Grebe möchte einmal den Betrieb seiner Eltern übernehmen

Wildunger Jungfleischer steht zu seiner Berufswahl nach dem Abitur - Innungsbester

Hat seine Berufswahl nicht einmal bereut: der Wildunger Jungfleischer Maximilian Grebe, der einmal den Betrieb seiner Eltern in der Itzelstraße übernehmen möchte. Foto: Klein

Bad Wildungen. Mit bestandenem Abitur in der Tasche einen Handwerksberuf erlernen. Das war für Maximilian Grebe das Natürlichste auf der Welt.

Im Alter von 14 Jahren stand für den Wildunger fest: „Ich möchte Fleischer werden und irgendwann das Unternehmen meiner Eltern übernehmen.“

Von einigen ehemaligen Mitschülern oft belächelt, hat der 21-Jährige seine Entscheidung nicht bereut. Vor kurzem bestand Maximilian Grebe seine Abschlussprüfung mit der Note zwei. Dabei schrammte er denkbar knapp an der eins vorbei. „Ärgerliche 0,2 Prozent fehlten mir am Ende, die ich durch einen Flüchtigkeitsfehler in Mathe liegen gelassen habe.“

Prüfungsbester der Innung

Dennoch schloss er die Prüfung als Sieger der Fleischer-Innung Schwalm-Eder ab und nimmt im Herbst an den Landesmeisterschaften der besten Nachwuchsfleische aus Hessen teilnehmen. „Der Beruf macht mir einfach Riesenspaß“, sagt der ehemalige Schüler des Wildunger Gustav-Stresemann-Gymnasiums. Nach Unterrichtsschluss zog er oft die Fleischerschürze an, um im elterlichen Betrieb, der Fleischerei Leisgen, zu helfen. Freiwillig . „Ich musste ihn nie dazu drängen“, erinnert sich Hans Grebe.

Gemeinsam mit seiner Ehefrau Diana ist er „mächtig stolz“ auf den Sohn und dessen Entscheidung. Grebe senior weiß wovon er spricht. Von frühmorgens bis spätabends stehen er und seine Ehefrau in der Fleischerei oder hinterm Verkaufstresen: „Das ist nun mal so, wenn man sich für ein eigenes Unternehmen entschieden hat. Denn auch nach Geschäftsschluss ist längst nicht Feierabend.“

Kreativität und Kundenkontakt im Fleischerhandwerk

Dies und die mitunter körperlich anstrengenden Arbeiten schreckten Maximilian Grebe von seinem Traumberuf nicht ab. An ihm schätzt er die Kreativität und die direkte Rückmeldung zufriedener Kunden. Der Fleischerberuf habe sehr viel mehr zu bieten als gemeinhin bekannt sei, betont der junge Mann: „Leider haben viele Menschen immer noch das Bild des dicken Metzgers mit blutverschmierter Schürze vor Augen, wenn es um unser Metier geht. Das hat aber mit der Realität rein gar nichts mehr zu tun.“

Privat auf Punkte- und Torejagd

Bei aller Euphorie für seinen Beruf schafft es Maximilian Grebe, ein paar Stunden für seine Freundin und sein Hobby abzuzwacken. Als aktiver Handballer geht er für die Reserve des Handball-Oberligisten ESG Gensungen/Felsberg in der Bezirksoberliga Fulda/Melsungen/Hersfeld auf Punkte- und Torejagd. Ziel: der Sprung in die erste Mannschaft.

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