Stadt meldet: Rechtsanspruch eingelöst

In den Wildunger Kitas spielt die Musik

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Bad Wildungen - Bad Wildungen bildet sich viel ein auf sein Angebot an und in Kindertagesstätten. Zu Recht, meinen Bürgermeister Volker Zimmermann und Sozialamtsleiterin Renate Hinse. Sie präsentierten in der Tagesstätte Odershausen die aktuellen Zahlen.

511 Plätze für Drei- bis Sechsjährige stehen zur Verfügung. Davon sind 33 frei. Für Unter-Dreijährige halten die Einrichtungen 119 Plätze vor. Von ihnen bleiben zum neu beginnenden Kindergartenjahr 14 Plätze frei. Auf Wartelisten stehen vereinzelt dennoch Kinder, weil die Eltern ihre Sprösslinge in eine ganz bestimmte, zumeist wohnortnahe Tagesstätte geben wollen.Im Verhältnis die meisten unbelegten Plätze weist Bergfreiheit auf. 15 Kinder könnten betreut werden, acht gehen dort in den Kindergarten. „Wir wollen im Prinzip in einer Gruppe zwar mindestens zehn Kinder haben, aber wir werden Bergfreiheit deshalb nicht schließen“, verspricht der Bürgermeister. Ein Grund ist der besondere Wert der Einrichtung für das Leben im Dorf, der andere, dass regelmäßig Kinder dort aufgenommen werden, deren Mütter sich zu einer Rehabilitation in Bad Wildungen aufhalten.Wie viele Kinder aus Nachbarkommunen in Bad Wildungen einen Platz gefunden haben, weiß die Stadtverwaltung nicht. „In unseren eigenen Einrichtungen haben wir ausschließlich Wildunger Kinder. In den DRK-Tagesstätten ist das anders, aber die Zahlen liegen uns nicht vor“, erklärt Renate Hinse dazu.Dieses Thema wurde vor einigen Wochen in den Politik-Ausschüssen des Stadtparlamentes diskutiert. In Mandern stünden Kinder aus dem Dorf auf Wartelisten, während Plätze durch Mädchen und Jungen aus Edertal oder Fritzlar-Ungedanken belegt seien.Neben der Stadt selbst und dem DRK treten in Bad Wildungen als Betreiber auf: der Verein „Mäusenest“ (für Kinder zwischen neun Monaten und drei Jahren) als Elterninitiative – mitfinanziert durch Stadt, Asklepios und Wicker; die evangelische Kirche mit der Einrichtung Friedenskirche; die Lebenshilfe mit der Tagesstätte am Langen Rod. „Bei den Öffnungszeiten orientieren wir uns sehr eng am Bedarf und werden das weiterhin tun“, erklärt der Bürgermeister. Die Wildunger Kindertagesstätten beginnen zwischen 6.15 (Hadekin Reinhardshausen) und 8 Uhr (Bergfreiheit) mit der Betreuung, die meisten um 7.15 Uhr. Bergfreiheit schließt gegen 12.30 Uhr, bei den übrigen Einrichtungen werden die Kinder spätestens um 15 oder um 17 Uhr abgeholt. „Über diese Zeiten hinaus wird uns bislang kein Bedarf gemeldet“, fügt Renate Hinse hinzu.Ergänzend bieten Tagesmütter und -väter Plätze an, summasummarum 32. Bei ihnen sind noch 15 freie zu finden.„Wir haben in den zurückliegenden Jahren viel Geld in Gebäude und Personal investiert, in die Qualität. Das führt zu diesen Ergebnissen“, betont Volker Zimmermann. Bad Wildungen fahre mit einem Personalschlüssel von 2,7 ErzieherInnen pro Gruppe. Die Mindestverordnung schreibe 1,75 vor.Bei all dem liegen die Gebühren im regionalen Vergleich niedrig – und das bleibt so, wenn es nach dem Finanzausschuss geht. Gegen die Stimmen der CDU empfahl das Gremium in seiner Sitzung am vorigen Mittwochabend den Stadtverordneten, trotz schwieriger Haushaltslage die Kita-Gebühren nicht zu erhöhen. Kein Thema bei den Wildunger Eltern stellt dagegen das bundesweit vieldiskutierte Betreuungsgeld für Familien dar, die ihre Kinder ausschließlich zu Hause in Obhut haben. „Ganze zwei Anfragen gab es bislang im Sozialamt“, resümiert Renate Hinse.

Von Matthias Schuldt

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