Riesenglück im Pech, weil niemand verletzt wurde

Wildunger Bus knallt rückwärts gegen Wackerbarth-Passage

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Rückwärts setzte der Bus mit einem scheppernden Knall auf der Treppenanlage der Wackerbarth-Passage auf.

Bad Wildungen. Albtraum-Unfall für einen Busfahrer der Wildunger BKW: Gegen 14.30 Uhr am Donnerstag verliert der Mann auf der belebten Brunnenstraße im Rückwärtssetzen die Kontrolle über sein Fahrzeug und  rammt in hohem Tempo das Heck des Busses gegen die kleine, steinerne Treppenanlage der Wackerbarth-Passage. Wie durch ein Wunder wird niemand verletzt.

Aus den Aussagen von Augenzeugen und des Busfahrers gewann die Polizei ein Bild des Hergangs. Demnach fährt der 68-Jährige mit dem Omnibus ohne Fahrgäste die Allee aus Richtung Breiter Hagen hinauf und will rechts auf den Parkplatz Brunnenallee 1 (Busparkplatz) einbiegen. Dabei bleibt er in der Einmündung mit der hinteren Passagiertür an einem Parkverbotsschild hängen, das sich direkt neben einem großen Werbeschild befindet.

Der Fahrer versucht, Tür und Schild wieder zu trennen. Weil ihm das alleine nicht gelingt, bittet er einen Passanten, das Schild etwas zurückzuziehen, während er selbst beginnt, den Bus zurückzusetzen. Im Bemühen, das Fahrzeug zu lösen, gibt er nach eigenen Angaben gegenüber der Polizei zu viel Gast.  Der Bus kommt frei, beschleunigt mit aufheulendem Motor, beschreibt im Rückwärtsgang einen Bogen, reißt dabei mit der Front junge Bäume an der linken Straßenseite nahe dem Kurschattenbrunnen um und eine der dortigen, massiven drei Bänke aus ihrer Verankerung, bevor er mit einem scheppernden Knall rittlings auf der Treppenanlage der Wackerbarth-Passage aufsetzt, eine Laterne beiseite drückend, direkt vor dem Eingang eines Modegeschäftes (frühere Post).

Feuerwehr und BKW-Mitarbeiter brauchten zwei Stunden, um per Seilwinde und über selbst gebaute kleine Rampen das Fahrzeug von den Stufen zu ziehen. Ein Spezial-Abschleppwagen transportiert den havarierten Bus ab. Brunnenallee und Brunnenstraße blieben während der Arbeiten zwischen Breitem Hagen und Wilhelm-Schultheis-Straße über knapp zweieinhalb Stunden gesperrt.

Laut Polizei entstand allein am Bus ein Sachschaden von geschätzten 200 000 Euro. Die übrigen finanziellen Folgen des Unglücks dürften sich im vier- bis fünfstelligen Bereich bewegen. Unbestätigten WLZ-Informationen zufolge soll sich der Mann am Steuer des Busses auch im Besitz einer Fahrlehrerlizenz befinden. (su)

Kurioser Busunfall auf der Wildunger Allee

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