Bad Wildungen

Wildunger Leerstands-Löwe brüllt

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- Bad Wildungen (höh). Aus leer stehenden Läden werden fünf attraktive Mustergeschäfte bei der Wildunger Leerstandsoffensive „LEO 2011“. Im Aktionszeitraum bis zum 11. November werden verwaiste Lokale mit neuem Leben erfüllt.

Die Initiative der Wirtschaftsförderung WiN hat das Ziel, bisher freie Ladenflächen zu beleben und neue attraktive Angebote in der Innenstadt zu schaffen. Fünf leer stehende Geschäfte wurden mit Waren beschickt, eingerichtet und dekoriert, um Existenzgründern oder Franchisenehmern, Etablierten oder Wiedereinsteigern Geschäftsmöglichkeiten zu präsentieren. „Dabei werden zum einen die freien Flächen vorgestellt, zum anderen aber auch Sortimente, die bisher in Bad Wildungen nicht oder wenig vorhanden sind“, erläuterte Sabine Lauffer, Geschäftsführerin der Wildunger Wirtschaftsförderung. Ziel: Ideen anregen und zum Weitermachen nach dem Aktionszeitraum animieren.

Vor Vertretern der Wildunger Wirtschaft, Mitgliedern der städtischen Gremien und Kreistagsabgeordneten eröffnete Lauffer gestern die Leerstandsoffensive. Das Thema beschäftige nicht allein die Kurstadt. „Es geht jede Kommune an zwischen Flensburg und dem Oberammergau.“ 2009 wurden in einer groß angelegten Aktion alle gewerblichen Leerstände erfasst und im Internet frei zugänglich aufgelistet. Somit können Interessierte gezielt nach freien Ladenflächen suchen. Eine gesunde Leerstandsquote biete auch Chancen des Wandels und des Neubeginns, betonte Lauffer. In Bad Wildungen liege die Leerstandsquote unter zehn Prozent, bezifferte die Wirtschaftsförderin. „Das ist schon in Ordnung.“ Bei vielen seit Langem leer stehenen Ladenflächen bestehe erheblicher Sanierungsbedarf. „Da sind die Besitzer gefordert.“

Die Aktion soll aber auch zeigen, dass sich Geschäftsideen nicht nur in perfekt zugeschnittenen Ladenlokalen realisieren lassen. Die Vermieter haben die Läden für den Aktionszeitraum kostenlos überlassen. Ehrenamtliche, Schüler, Geschäftsleute und Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung erfüllen die Geschäfte mit Leben. In der „Rappelkiste“ in der Lindenstraße wird Kinderausstattung angeboten, verbunden mit Kinderland und Märchenstunde. In der Eichhof-Passage in der Brunnenallee sind gleich drei neue Läden eingerichtet: Im „Bad Wildunger Tierhaus“ gibt es Produkte für Katzen, Hunde, Kleintiere sowie Aquaristik und Terraristik. Im „Hai-society“ bietet das Juniorunternehmen der Hans-Viessmann-Schule versteinerte Haizähne an. Im „Workwear“ der Firma Bänfer ist Arbeits- und Arbeitsschutzkleidung zu haben.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Mittwoch, 19. Oktober

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