Weil Treffen in der Begegnungsstätte schwierig bleiben:

Bad Wildunger Mehrgenerationenhaus begegnet Corona-Handicap mit Kreativität 

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Mit Kreativität die Corona-Hürde meistern: So lautet die Devise im Mehrgenerationenhaus, das unter anderem einen Video-Kochkurs anbietet.

Das Wildunger Mehrgenerationenhaus ist ab Montag trotz des Handicaps Corona wieder am Start: mit neuen analogen und digitalen Angeboten, die zu den Beschränkungen passen.

Bad Wildungen – Was macht eine Begegnungsstätte in Zeiten von Corona ohne Menschen, die sich treffen dürfen? Online gehen und alles digital anbieten? „Ein Konzept, das auf unser Programm und zu unseren Nutzern nicht wirklich passte“, berichtet Manuela Maerz, Leiterin des Mehrgenerationenhauses. Den ehrenamtlich Aktiven in ihrem MGH-Team gelang es, am 8. Juni mit einem eigenen Konzept an den Start zu gehen, das die Funktion des Hauses coronagerecht bewahren soll.

Gemeinsam mit vielen Beteiligten entwickelte Manuela Maerz eine bunte Mischung aus analogen und digitalen Aktionen zum Nachmachen: „Für Kinder haben wir Wundertüten mit Bastelmaterial und Experimenten zusammengestellt.“ Zu finden sind die Wundertüten ab dem heutigen Montag in einer durchsichtigen Box vor dem MGH, damit Eltern und ihre Kinder zu jeder Zeit darin stöbern können. In ähnlicher Weise hatten Kirchengemeinden aus dem Wildunger und Edertaler Raum zuletzt „Gottesdienste“ in der Tüte gestaltet. „Wir bestücken die Box je nach Bedarf immer wieder mit neuen Anleitungen. Parallel dazu teilen wir auf unseren sozialen Kanälen Facebook und Instagram Videos mit Tipps zum Basteln und mit kinderleichten Experimenten zum Nachmachen“, erklärt Maerz.

Für Erwachsene bietet das MGH digitalen Kochunterricht an. Entstanden ist das Projekt gemeinsam mit Nehad El-Leithy, die im MGH unter anderem gemeinsam mit interessierten Hobbyköchen internationale Gerichte zubereitet. Ausgestrahlt werden die Kochvideos einmal im Monat.

Gemeinsam mit den ehrenamtlichen Frauen vom Sonntagsbrunch verwirklichte das MGH die Idee zu einer Rezeptsammlung. „Wir möchten nicht nur unsere eigenen sammeln, sondern freuen uns über Zusendungen von Bürgerinnen und Bürger“, ermuntert Manuela Maerz. Schließlich könne momentan jeder beim Kochen mitreden. Je nach Beteiligung sollen die Rezepte in einem kleinen Buch gebündelt und veröffentlicht werden. Rezepte können in ausgedruckter oder digitaler Form eingereicht werden. Einsendeschluss ist der 31. Oktober.

Als nächstes hat Jutta Fennel, eine der MGH-Ehrenamtlichen, ein Büchertauschregal vorgeschlagen. Nach Möglichkeit soll es im Freien stehen, damit nicht nur Hausbesucher, sondern auch Spaziergänger zu jeder Tages- und Nachtzeit Bücher einstellen und andere mitnehmen können, erklärt Altstadtkoordinatorin Johanna Engel. Bislang gebe es kein offenes Tauschregal in der Altstadt. Jedoch sei die Nachfrage hoch, wie sich am offenen Bücherschrank in der Fürstengalerie zeige.

Weitere Ideen für kleine Projekte sind im MGH herzlich willkommen. Das Büro ist wieder von Montag bis Donnerstag von 9 bis 12 Uhr besetzt und wie gewohnt unter Tel. 05621/9695950 und per Mail info@mgh-bad-wildungen.de zu erreichen.

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