Prozessauftakt gegen 38-Jährigen, der in der Hufelandstraße ein Haus in Brand setzte

Er wollte sich selbst durch Feuer töten

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Bei dem Brand wurde im Oktober 2013 glücklicherweise niemand schwerer verletzt.

„Es tut mir sehr, sehr Leid, was ich getan habe. Ich wollte meine Freunde nicht verletzen.“ Ein 38 Jahre alter Mann sitzt auf der Anklagebank vor der Strafkammer 5a des Kasseler Landgerichts.

Doch er spricht und wirkt nicht wie ein Erwachsener, sondern wie ein verschüchterter Zehnjähriger, der sich schämt, etwas ganz, ganz Schlimmes angerichtet zu haben. Er selbst und seine Mitbewohner, seine Freunde in dem brennenden Haus in der Hufelandstraße hatten das Glück, mit leichten Rauchgasvergiftungen herauszukommen, damals, am 4. Oktober 2013. Orhan rettete sich aus dem Fenster seines Zimmers. Er stürzte rund drei Meter tief aus der Hochparterre auf einen Kaninchenstall, blieb aber bis auf Prellungen unverletzt. Er hatte das Feuer selbst gelegt, indem er zunächst seine Zimmertür abschloss, eine Bettdecke in den Türspalt drückte und sie mit seinem Feuerzeug ebenso ansteckte wie eine Hose aus dem Wäschekorb. DAs Gericht befindet darüber, ob er in einer geschlossen Psychiatrie untergebracht wird. (su)

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