Bad Wildungen: Ordnungsamt und Altstadtverein sehen keine Parkplatznot

Zahl von Anwohner-Ausweisen begrenzt

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Ein knappes Gut sind die Anwohner-Parkflächen in jeder Altstadt.

Bad Wildungen - Diskussionen um die Parkplätze in der Wildunger Altstadt sind beinah so alt wie das Automobil selbst. Ein enttäuschter Neu-Bewohner des Viertels beklagt sich aktuell, weil er vorläufig keinen Anlieger-Parkausweis erhält.

Seit Dezember wohnt er am Kirchplatz und steht auf der Warteliste für den begehrten Ausweis. „Wir vergeben nur eine begrenzte Zahl“, erklärt Ordnungsamtsleiter Martin Segeler dazu. Dennoch seien bereits mehr Ausweise ausgestellt als Plätze für Anwohner zur Verfügung stehen. Nicht weiter steigern möchte das Ordnungsamt dieses Missverhältnis.

Der betreffende Altstadt-Bürger entwickelt dafür kein Verständnis. Zwei Anwohner-Parkplätze sind seiner Beobachtung nach am Kirchplatz zumeist frei. Er stellt sein Auto dort ab, legt einen Zettel mit seiner Anschrift hinter die Windschutzscheibe, erhält aber Knöllchen.

Die Stadtverwaltung bleibt in dieser Frage unnachgiebig, betont Martin Segeler: „Im Vergleich zu anderen Altstädten haben wir viele Stellflächen.“ So fänden sich in den Parkdecks Kaiserlinde und Meerschlund sowie am Breiten Hagen Gratis-Plätze in zumutbarer Entfernung.

Frank Volke, Vorsitzender des Altstadtvereins, verzeichnet zu diesem Thema wenig Beschwerden von den Anwohnern des Fachwerkviertels. Die Parkplatz-Situation im Ganzen stelle sich vorübergehend zwar etwas schwieriger dar wegen der Bauarbeiten am Parkplatz in der Mittelstraße, aber durch das Projekt gewinne die Altstadt an Qualität.

Volke verweist darauf, dass neben den kostenlosen Anwohner-Parkausweisen mietpflichtige, abschließbare Stellplätze im Kaiserlindendeck vergeben würden. 30 Euro monatlich als Gebühr seien sehr günstig.

„Sie sind natürlich begehrt und derzeit ebenfalls ausgebucht“, fügt er hinzu. Die frei zugänglichen Flächen böten sich als echte Alternative nach der Sanierung des Decks vor drei Jahren an: „Es ist heute sehr hell und Vandalismus haben wir dort deshalb seit Langem nicht mehr gehabt.“

Von Matthias Schuldt

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