Thema im Unterricht vorbereitet

Präventionstag an Wildunger Viessmann-Schule: Zahlen zu Drogen im Kreis alarmieren

Auf abschüssiger Strecke: Während eines Drogenprävention-Tages führten Schauspieler des „Kultur-Express-Weimar“ das Stück „Von Gras bis Crystal“ auf. Foto: Senzel

Bad Wildungen – Präventionstag an der Hans-Viessmann-Schule: Sie trägt vor dem Hintergrund der alarmierend hohen Zahlen des Drogenkonsums im Landkreis zur Aufklärungsarbeit bei.

Auch im Unterricht wurde die Problematik behandelt. Im Fach Politik beschäftigen sich die jungen Leute damit. Im Rahmen der Ausbildung zur Medizinischen Fachangestellten, in der Fachoberschule Gesundheit und in der medizinisch-technischen Berufsfachschule wurde der Themenkreis gesondert vorbereitet.

Der Präventionstag warnte dann die Schülerinnen und Schüler in aller Härte vor den verheerenden möglichen Folgen des Drogenkonsums.

Im ersten Teil der Veranstaltung führte der Weimarer Kultur-Express das Stück „Drogen - von Gras bis Crystal“ von Katrin Heinke auf.

Zwei junge Schauspieler zeigten auf der Bühne das 70-minütige Theaterstück zum Thema Drogensucht. Das Stück begann wie viele Geschichten zu diesem Thema: Anna und Florian konsumieren das vermeintlich harmlose Gras. Was zu Beginn wie ein argloses Ausprobieren scheint, zerstört nach und nach ihre Beziehung und ihr Leben. Aus dem Spaß wird gefährlicher Ernst. Im diesem Fall durch Crystal. Aber es könnte auch jedes andere harte Rauschmittel sein. Es beginnt ein kraftaufreibender Kampf gegen die Droge.

In der anschließenden Diskussionsrunde zwischen Schülerinnen und Schülern sowie den Schauspielern wurde deutlich, dass die Jugendlichen durchaus häufig mit dem Thema Sucht in ihrem näheren Umfeld konfrontiert werden.

Den Thementag komplettierte ein Vortrag des Jugendkoordinators der Polizeistation Korbach Jörg Dämmer. Die Viessmann-Schülerinnen und -Schüler informierten sich über Drogenstatistiken im Landkreis und erfuhren unter anderem etwas über das Betäubungsmittelgesetz, das ein Ahnden von Verstößen regelt.

Dämmer unterstrich in seinem Beitrag, dass es sich um so genannte Kontrolldelikte handele, also Straftaten, die von der Polizei festgestellt werden müssen und ohne Kontrolle unbemerkt bleiben.

Vor dem Hintergrund der daraus resultierenden Dunkelziffer sei die polizeiliche Statistik alarmierend und zeige die Aktualität des Themas auch im Landkreis Waldeck-Frankenberg. Das mache die Präventionsarbeit an Schulen umso wichtiger. -szl-

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