Feuerwehrwettkampf mal anders: In Mehlen Premiere mit Stationswettkampf

Zartes Händchen und viel Teamgeist

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Auf dem Mehlener Festplatz war die Aufgabe das Löschen eines Fahrzeugbrands.

Edertal-Mehlen - Premiere in Mehlen: Die örtliche Feuerwehr richtete einen „Stationswettkampf“ aus, an dem sich sechs Wehren aus der näheren und weiteren Umgebung beteiligten.

Mit dabei war die Feuerwehr Gilserberg-Itzen-hain, die den Mehlenern als Vorbild diente. „Dort finden solche realitätsnahen Wettkämpfe seit Jahren statt, wir selbst waren dort bereits am Start“, sagte der Mehlener Wehrführer Michael Plomer.

Die zu bewältigenden Aufgaben sollten das inzwischen weit über das Löschen von Bränden hinausgehende Einsatzspektrum der freiwilligen Feuerwehren aufzeigen: Verkehrsunfälle, technische Hilfe-leistungen, Rettung von Personen aus misslichen Lagen und vieles mehr.

Vorbereitung und Organisation bescherten den Mehlener Feuerwehrleuten viel Arbeit. Insgesamt sechs feuerwehr-technische Aufgaben und eine Station des DRK Bad Wildungen waren zu bewältigen, verteilt über das gesamte Dorf.

An der alten Schule stand das Ziehen von Lasten auf dem Programm, ganz in der Nähe im leer stehenden „Blauen Haus“ ein Kaminbrand. Schacht-rettung, Fahrzeugbrand, Geschicklichkeitsfahren und eine Leckage waren weitere Aufgaben. Auf dem Sportplatz beim Wildunger Roten Kreuz war Erste Hilfe nach einem Grillunfall angesagt.

An allen Stationen kontrollierten Wertungsrichter das Geschehen und vergaben Punkte. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch zwei Spaßwettbewerbe: Spreizer mit Ei („Das zarte Händchen“) sowie Skifahren mit Wassereimern („Teamgeist ist alles“).

Etwas enttäuschend war die Beteiligung von nur sechs Teams, zehn hätten es maxi-mal sein können. An den Start gingen Feuerwehrgruppen aus Königshagen, Affoldern, Nieder-Werbe und Goldhau-sen aus Waldeck-Frankenberg sowie Itzenhain und Schönstein aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Die Wettkampfgruppe aus Schönstein holte sich den Gesamtgewinn, auf den Plätzen folgten Itzenhain und Goldhausen.

Selbst die Gewinne unterschieden sich vom üblichen Kräftemessen der Feuerwehren, es gab keine Pokale, sondern Gutscheine (125 Euro für den Sieger).

Zufriedenes Fazit des Mehlener Wehrführers Michael Plomer: „Alle waren begeis-tert und hatten viel Spaß. Vielleicht gibt es in zwei Jahren eine Neuauflage.“ (jm)

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