Aktion der Revierförsterei Odershausen

Rund 120 Helfer sammeln 1,5 Tonnen Eicheln zur Bewaldung einer Kahlfläche in Bad Wildungen

Fleißige Sammler: Josephine Pöge aus Netze und Maximilian Schreiber aus Frebershausen.
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Fleißige Sammler: Josephine Pöge aus Netze und Maximilian Schreiber aus Frebershausen.

In einer einzigartigen Aktion der Revierförsterei Odershausen haben bis zu 120 Helfer aller Altersgruppen und Forstmitarbeiter am Wochenende rund eine Tonne Eicheln gesammelt.

Bad Wildungen – Eine weitere Sammelaktion mit Schulkindern aus Odershausen ist ist geplant. Das Ziel: 1,5 Tonnen Eicheln, die auf einer fünf Hektar großen Fläche am Forstort Braunauer Berg ausgesät werden sollen.

Förster Dreßler: „Die Eiche ist ein Baum mit Zukunft“

Bedingt durch Trockenheit und Borkenkäferbefall bei Fichte und Buche sind vielerorts Kahlflächen entstanden. Eine heimische Baumart trägt dagegen nach den Worten von Förster Konrad Dreßler, der das Revier Odershausen des Forstamtes Vöhl seit 37 Jahren leitet, noch richtig stattgrünes Laub.

„Die Eiche ist ein Baum mit Zukunft“ sagt der Forstmann. Mit ihren tief reichenden Pfahlwurzeln erreichen sie tiefer gelegene Bodenschichten, die auch bei ausbleibenden Niederschlägen nicht austrocknen. Dreßler: „Eichen stellen in Zeiten des Klimawandels in unserer Region eine große Hoffnung für die Zukunft des Waldes dar.“

Mehrere Gruppen im Wald unterwegs

Und diese tragen in diesem Jahr reichlich Früchte. Dreßler möchte diese so genannte Eichenmast nun dazu nutzen, die entstandenen Kahlflächen bei Braunau wieder zu bewalden.

Viele Helfer unterstützten die Aktion an verschiedenen Standorten. Der Verein für Forst- und Regionalgeschichte im Kellerwald mit Horst Reis an der Spitze sammelte im Hundsdorfer Hegewald. Die Wildunger Jugendfeuerwehr unter Leitung von Henning Klinke war im Bad Wildunger Mittelstück unterwegs. Dort traf sich auch die Gardetanzgruppe Odershausen um Marissa Münch. Das Oderfeuerteam um Tobias Haufe sammelte am Lennweg in Braunau. Die „Armsfelder Dickwätze“ – so der Spitzename der Armsfelder – suchten Eicheln im eigenen Interessenwald.

450 000 Eicheln werden benötigt

Die kleinen Früchte im braunen Laub aufzulesen ist eine mühsame Angelegenheit – zumal zur Aussaat etwa 450 000 Stück benötigt werden. Die Waldeckische Domanialverwaltung als Waldbesitzer gewährte den fleißigen Sammlern deshalb eine Anerkennungsprämie von zwei Euro pro Kilogramm und lud nach getaner Arbeit zu einem Grillwürstchen ein. Von Jörg Schade

Ein etwas anderer Einsatz: Mitglieder der Jugendfeuerwehr Bad Wildungen – hier mit Förster Martin-Christian Franke und Marius Maiweg (im Hintergrund von links) – sammelten Eicheln im Bad Wildunger Mittelstück.

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