Das olympische Motto zählt hier noch mehr als in Pyeongchang

Zuhören und Inhalte waren Trumpf beim Regionalfinale "Jugend debattiert"

Die Teilnehmer des Finales der Sekundarstufe I, eingerahmt von den Gratulanten Frank Engelhardt (links) und Bürgermeister Volker Zimmermann (von links): Jana Engelhardt, Angelina Möller, Jona Butterweck und Kai Huckschlag. Foto: Ferraris

Bad Wildungen. „Sollen in stark belasteten Großstädten Diesel-Fahrverbote erlassen werden?“ Das war eine der Fragen, um die sich das Regionalfinale „Jugend debattiert“ im Gustav-Stresemann Gymnasium drehte. Das zweite Thema: „Soll Videoüberwachung auf Bahnhöfen mit automatisierter Gesichtserkennung ausgestattet werden?“

Aus dem Wettbewerb gingen in der Sekundarstufe I Jana Engelhardt von der Christian Rauch Schule Bad Arolsen, und Angelina Möller von der Alten Landesschule in Korbach als Siegerinnen hervor. Bei den Teilnehmern der Sekundarstufe II behaupteten sich Felix Wilke und Sylvia Gabriel von der Alten Landesschule.

Es geht weniger um den Sieg

Doch das Gewinnen steht bei diesem Wettbewerb nicht im Vordergrund. Noch mehr als bei Olympia gilt: „Dabei sein ist alles“. Weshalb, das erklärt Jurorin Bettina Schrauf: „Man lernt das Zuhören und zugleich das Reden.“ Solche Erfahrungen helfen im Alltag, zum Beispiel in Bewerbungsgesprächen. GSG-Lehrerin Claudia Weiß, Organisatorin des Wettbewerbs, ergänzt: „Es ist heute stark verbreitet, dass Leute viel reden ohne etwas zu sagen. Die Schüler lernen, in Debatten Aussagen mit Inhalt zu formulieren.“

Angebote wie die Rhetorik- AG am GSG oder das alljährliche Rhetorik-Seminar des Wildunger Soroptimist-Serviceclubs unterstützen diesen Ansatz, sagt Bettina Schrauf. Am besten, die Jugendlichen nutzten jetzt diese Chancen. Später, im Erwachsenenleben, kosten solche Aus- und Weiterbildungen viel Geld. Dem schließt sich auch Claudia Weiß ausdrücklich an. Sie sieht beim Debattieren „regelmäßig Schüler aus sich herauskommen und aufblühen.“ Sie wünscht sich allerdings, dass viel mehr Schüler als bisher von diesem Effekt profitieren. Am liebsten alle – indem die Debatte zum allgemeinen Werkzeug im Unterricht wird, in allen Fächern. (ff)

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