Statt Geld aus der Städtebauförderung zurückzuzahlen, investiert es die Stadt in einen Parkplatz und

Zwei Altstadt-Winkel werden bald verschönert

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Der Parkplatz Mittelstraße wird umgestaltet.Fotos: Rainer Rüsch

Bad Wildungen - Die Städtebauförderung des Landes Hessen ist nach erfolgreichen Jahrzehnten für Bad Wildungen beinah abgerechnet. Aktuell hätte die Stadt aber fast 200?000 Euro zurückzuzahlen.

Hintergrund: Private Grundstückseigentümer in Sanierungsgebieten müssen an die jeweilige Kommune einen Ausgleich entrichten, weil der Wert ihrer Grundstücke durch die öffentlichen Investitionen steigt. Diese „Ausgleichsbeträge“ werden auf die Landesförderung nach gewissen Maßstäben angerechnet.

Doch es gibt einen Weg, die Summe deutlich zu verringern, die die Badestadt zurückzuführen hat: wenn sie diese Mittel für weitere Investitionen in die Altstadt verwendet. Bis Ende des Jahres muss das geschehen sein. „Das ist in der Kürze der Zeit mit Hochbauprojekten nicht zu schaffen“, erklärte Robert Hilligus vom Bauamt im Planungsausschuss. Deshalb hat die Verwaltung den Parkplatz „Mittelstraße“ und den Innenhof „An der Trumpe“ ausgewählt. Wer den Parkplatz Mittelstraße nutzen will, muss aufpassen, dass er beim Ein- und Ausparken angesichts der beengten Verhältnisse mit seinem Auto weder benachbarte Wagen anrempelt, noch sich die Reifen an den hohen Bordsteinen aus kantigem Basalt links und rechts der Einfahrt wund fährt.

Das Bauamt will den Platz darum neu gestalten. Schrägen im Gelände und gefährliche Kanten werden entschärft, die Stellplätze so angeordnet, dass es sich besser manövrieren lässt. Die einen sind dann von der Teichstraße aus anzusteuern, die anderen von der Mittelstraße. Begrünte Pergola-Konstruktionen mit Sitzbänken sollen zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen: Zum einen sollen sie gemäß den Wünschen des Denkmalschutzes daran erinnern, dass auf dem Parkplatz einst ein Haus stand, und zum anderen den Blick von Teichstraße und Parkhaus auf die wenig schmucken Hinterhöfe verstellen, die den Parkplatz umgeben.

Im Innenhof „An der Trumpe“ erfüllt sich für die Anwohner ein lang gehegter Wunsch. Die Schotterfläche wird gepflaster, was sie weitaus besser befahrbar für Rollator-Nutzer und Rolli-Fahrer macht. Der Planungsausschuss stimmte all dem zu. Frank Volke vom Altstadtverein freut sich darüber, dass zwei der wenigen verbliebenen Kummer-Ecken im Fachwerkviertel attraktiv umgestaltet werden.(su)

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