Besuch aus "Ederauenland" im Haus Waldeck

Zweijährige zu Gast in Wildunger Tagespflege: „Da kommt Leben in die Bude“

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Jung und Alt im gemeinsamen Erleben: Die Kinder des „Ederauenlandes“ wollen die Tagespflege im „Haus Waldeck“ künftig häufiger besuchen. 

Bad Wildungen – So munteren Besuch bekommen die Gäste der Tagespflege im "Haus Waldeck" nicht alle Tage.

Viele kleine, bunte Bälle bedecken den Boden der Tagespflege im Haus Waldeck. Gerade haben hier die Gäste mit den Kindern im Alter von zwei Jahren aus der Krippe der DRK-Kita Ederauenland gefrühstückt. Dabei ging es eher leise zu. Das anschließende Spiel mit den Bällen begeistert die Kleinen sehr und schnell beziehen sie ganz selbstverständlich die alten Menschen ein. „Der Besuch der Kinder bedeutet eine totale Aufhellung für unsere Gäste“, schwärmt Franziska Koepke, stellvertretende Pflegedienstleitung. Eine an Demenz erkrankte Frau, der das Essen gereicht werden muss und die oft schläfrig ist, wird im Beisein der Kinder wach. „Sie nimmt ein Kind auf den Schoß und lächelt“, berichtet Koepke.

Auf die Frage, wie ihm der Besuch der Kinder gefällt, antwortet Günther Geigengack: „Das ist doch schön, da kommt Leben in die Bude.“ Der 75-Jährige hat selbst Enkelkinder und bezeichnet den Umgang mit den Kleinen als „ein ganz anderes Leben“. „Das ist spannender, als nur die Zeitung zu lesen“, sagt er. Wie bedeutend ein solcher Vormittag für Gäste und Pflegekräfte ist, bringt Franziska Koepke auf den Punkt: „Alle werden sich noch lange an diesen Besuch erinnern und bestimmt die gesamte nächste Woche davon sprechen.“

Zum zweiten Mal haben die Kinder mit ihren Erzieherinnen Tamara Degenhardt und Doreen Pfeifferling die Gäste in der Tagespflege besucht. Einmal im Quartal wollen sie wiederkommen „Jung und Alt gehören einfach zusammen“, ist sich Doreen Pfeifferling sicher. Sie ist davon überzeugt, dass beide Generationen voneinander profitieren.

Fasziniert von der Begegnung ist auch Tamara Degenhardt. „Allein das Leuchten in den Augen der Gäste, wenn wir hereinkommen, ist berührend.“ Ganz besonders schön findet sie, wie unvoreingenommen die Kinder mit zur alten Generation Kontakt aufnehmen.

Unvoreingenommen gehen die alten Menschen und die Kinder miteinander um.

Beide Erzieherinnen freuen sich darauf, diese regelmäßigen Besuche beizubehalten, nach Möglichkeit in kürzeren Abständen. Denn für die Kleinen ist der Vormittag allein schon durch die Anreise mit Bus und Bahn spannend. Dann soll nach gemeinsamem Frühstück und Spiel auch gesungen, gemalt und gelesen werden.

Bevor die Kleinen den Rückweg antreten, haben sie eine Überraschung parat. Mit Fingerfarben angemalte Ostereier schenken sie den Senioren, die sich sehr darüber freuen. -sb-

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