Konzert in der Aartalhalle

125 Jahre MGV Flechtdorf: Chormusik in allen Facetten

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Liederabend mit vielfältigen Beiträgen: Die Gastgeber vom MGV Flechtdorf sowie zehn weitere Chöre aus dem Sängerbezirk Rhene-Diemeltal sorgten für einen abwechslungsreichen Abend.

Diemelsee-Flechtdorf. Geschenke, jede Menge Gäste und 21 Ständchen zum 125. Bestehen: Das war ein Geburtstag nach Maß, den der Männergesangverein Flechtdorf am Samstag mit dem Bezirkssängerfest gefeiert hat.

Nach dem musikalischen Empfang durch den Posaunenchor Flechtdorf begrüßte Vorsitzender Karl-Heinz Köchling die Gäste in der Aartalhalle. Glückwünsche überbrachte Astrid Behle, Vorsitzende des Sängerbezirks: Selbstverständlich sei so ein Jubiläum nicht. Doch immer wieder habe es in Flechtdorf Sänger gegeben, die von der Sache überzeugt gewesen seien und sich zu einer Gemeinschaft zusammen gefunden hätten.

Bruno Mecke, Vorsitzender des Waldeckischen Sängerbundes (WSB), überreichte dem Jubiläumschor Urkunden des WSB, des Mitteldeutschen Sängerbundes sowie des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst. Er wies auf den „Tag der Musik“ zum Hessentag am 27. Mai hin: 38 Chöre des Sängerbundes sind auf vier Bühnen zu hören. Der Verein habe über 125 Jahre das Kulturgut gepflegt und weitergegeben, gratulierte Bürgermeister Volker Becker. Glückwünsche gab es auch von SPD-Landtagskandidatin Jutta Kahler.

Nach dem „Sängergruß“ machten die Gastgeber unter der Leitung von Heiko Seibel den Auftakt mit Abbas „Mamma Mia“. Mit dem „Abendfrieden“ („Bergheimat du“) setzte der MGV Adorf (Dirigent: Serggey Fomin) das Programm fort. Und bei Tom Astors Country-Song „Flieg junger Adler“ gab es erste Gelegenheit zum Mitklatschen. Die Chorgemeinschaft Diemeltal war anschließend mit Bette Midlers „Die Rose“ und dem „Frohen Sängermarsch“ zu hören.

Mit dem „Sommerpsalm“ entführte der Frauenchor Wirmighausen (Birgit Fischer) die Gäste ins sommerliche Schweden, um dann mit Drafi Deutschers „Marmor, Stein und Eisen bricht“ flott fortzusetzen. Temperament zeigte Dirigent Martin Gerhard vom Gemischten Chor Vasbeck am E-Piano: Beim „Über sieben Brücken musst du gehen“ flogen die Notenblätter nur so. Eine Strand-Begegnung voll Latin-Groove gab es dann mit „Sambalele kleiner Chico“.

Viel Applaus erntete der MGV Wirmighausen (Jens Kreten) mit der „Waldandacht“ und „Glory, glory, Halleluja“. „Cantiamo“ Rhenegge unter der Leitung von Daniela Weltecke hatte Cliff Richards Schlager „Rote Lippen soll man küssen“ und „Applaus, Applaus“ von den Sportfreunden Stiller im Gepäck. Mit schmucken Uniformen war der Knappenchor Adorf (Astrid Behle) ein Hingucker. Zu hören gab es „Glückauf dem Bergmannsstand“ und „Schwarzes Gold“.

Das Adorfer „Chörchen“ begeisterte mit „Mein kleiner grüner Kaktus“ von den Comedian Harmonists und dem heiteren Trinklied „An der Bar“. Der Projektchor Diemelsee (Jens Kreten) überraschte mit zwei Stücken, die eher selten mit Chormusik in Verbindung gebracht werden: Rammsteins brachiales „Engel“ und die Pop-Hymne „Music“ von John Miles. Dann noch einmal die Flechtdorfer mit „Seite an Seite“ von Christina Stürmer und Michael Jacksons „We are the world“, bevor der Gemeinschaftschor mit „Der Freundschaft Band“ den Schlussakkord setzte.

Bildergalerie: Sängerfest in Flechtdorf

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