Viele Geburtstagsständchen für alteingesessenen Verein

140 Jahre Männergesangverein Adorf – Freundschaftssingen mit neun Chören

Diemelsee-Adorf – Für die Mitglieder des Männergesangvereins "Liedertafel" Adorf war das Wochenende mit dem Freundschaftssingen  und dem Bezirkssängerfest der Höhepunkt des Jahres.

Sie feierten damit zugleich ihr 140-jähriges Bestehen. MGV-Vorsitzender Klaus Pohlmann begrüßte am Freitag beim Freundschaftssingen neun Chöre und Gruppen auf der Bühne. Die Adorfer MGV-Mitglieder Hans Hiemer, Bernd Pohlmann und Reiner König moderierten und die Scherfeder Dorfmusikanten rahmten das Programm instrumental ein. Chorleiter Sergej Fomin hatte wenig Gelegenheit, den Vorträgen zu lauschen, leitete er doch den Gastgeberchor, dessen „Chörchen“, den Giershagener MGV und die Twister tonART.

Mit der Ode an die „Teure Heimat“ aus Verdis Oper Nabucco begrüßte der Adorfer Männerchor seine Gäste. Marvin Putzki dirigierte die Männer der “Liedertafel Einigkeit“ Twiste und begleitete am Klavier. Sie ernteten großen Applaus für drei gekonnt vorgetragene Beiträge, darunter „Freunde sterben nie“, in der Chorbearbeitung von Pascal Thibaut. 

Aus dem Sauerland folgten sonore Männerstimmen, denen bei „Viva la musica“ die Singfreude deutlich anzumerken war. Etwas schneller und mit einem Spritzer Humor sang das Adorfer MGV-„Chörchen“ von der Matrosenliebe, dem Dorf, wo sie geboren sind und dem Skandal im Sperrbezirk. Moderne Stücke von Elton John oder den Puhdys hatte die Twister „tonART“ auf dem Programm. Zu „Hinterm Horizont“ trugen die Männer Udo-Lindenberg-Hüte.

"Für Frauen ist das kein Problem"

Rüdiger Pfannkuche dirigierte den Eimelroder Männerchor, der über tiefste Bässe und höchste Tenöre verfügt. Damit kamen lustige Beiträge, wie das vom Chorleiter gesetzte Trinklied, besonders gut zur Geltung. Mit hellen, klaren Frauenstimmen begeisterte Sing und Swing Vasbeck unter Lisa Herrlichs Leitung mit modernen Stücken wie Annette Humpes „Für Frauen ist das kein Problem.“

Großen Applaus erntete auch der MGV „Eintracht“ 1883 Usseln, der sich für konträre Liedbeiträge entschieden hatte: Auf Operettenstücke (Weibermarsch) folgte das Alpenrebellen-Lied „Rock me“ und in „Junkers Kneipe“ wurde die „Schwarze Natascha“ verarbeitet.

Chorleiterin Xenia Kautz blieb gleich auf der Bühne, denn anschließend dirigierte sie auch den Gemischten Chor im MGV Höringhausen. Das Publikum sang begeistert mit, als er sich in drei modernen Stücken, darunter „Auf das Leben“, von Gitarre, Sitz-Schlagwerk und Petra Mecke am Klavier begleiten ließ. Den festlichen Schlusspunkt setzten die Gastgeber mit „Lützows wilder Jagd“ und den „Zwölf Räubern“, wobei Reiner Königs sichere Bassstimme imponierte. 

Am Samstag führten sie außerdem das Sängerfest des Sängerbezirks Rhene-Diemeltal aus (Bericht folgt). (ugy)

Fotos: Freundschaftssingen beim MGV Adorf

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