Weitere Gespräche nach Sommerferien

880 Unterschriften für "Reikweg" in Adorf übergeben

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Mehr als 880 Unterschriften für den Erhalt und die Erneuerung des Reikweges gesammelt: Die Adorfer Initiative übergibt die Liste an den Gemeindevorstand.

Diemelsee-Adorf – Mehr als 880 Unterschriften für den Erhalt des Reikweges in Adorf haben am Dienstagabend die Mitglieder einer Interessengruppe an den Gemeindevorstand übergeben.

Bürgermeister Volker Becker signalisierte Gesprächsbereitschaft: Nach den Sommerferien soll es einen gemeinsamen Termin mit den Vertretern der Adorfer Initiative geben.

In der Gemeindevertretersitzung vor 14 Tagen hatte sich eine Mehrheit für einen barrierefreien Ausbau des Reikweges ausgesprochen – allerdings auf einer längeren Trasse als bisher. Das kritisieren viele Adorfer, auch der Ortsbeirat hatte sich zuvor gegen den längeren Verlauf ausgesprochen. „Vorrangige Anforderung der Nutzer ist eine kurze Wegführung. Auch die Schulleitung und der Elternbeirat haben eine Stellungnahme in diesem Sinn abgegeben“, sagte Robert Erlemann von der Adorfer Interessengruppe.

Der Fußweg verbindet das Wohngebiet „Reik“, Bredelarer Straße und Mittelpunktschule. „Er wird nicht nur von Erwachsenen aller Altersgruppen, sondern auch von Schülern und Kindergartenkindern genutzt“, so Erlemann. Seine Befürchtung: Ein längerer Weg werde weniger frequentiert.

Innerhalb von 14 Tagen hat die Initiative mehr als 880 Unterschriften für den Erhalt und die Erneuerung des Weges in seinem derzeitigen Verlauf gesammelt. Gemeinsam mit Annika Fuchs, Markus Gerstengarbe und Ortsvorsteher Bernd Becker übergab Erlemann die Liste an Hannelore Behle, Vorsitzende der Gemeindevertretung.

„Wir suchen nicht die Konfrontation, sondern möchten Gespräche mit den gemeindlichen Gremien führen, um gemeinsam eine einvernehmliche Lösung zu finden“, sagte Robert Erlemann. Bereits im Haushalt 2016 waren übrigens Mittel für die Sanierung des Weges im derzeitigen Verlauf eingestellt.

Gebaut wurde jedoch nicht: „Wir haben die Aufträge damals nicht erteilt, weil die Gemeinde damals in die Dorferneuerung gekommen ist und uns Fördergelder für die Maßnahme in Aussicht gestellt wurden. Das wollten wir abwarten“, erklärte Bürgermeister Volker Becker.

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