Historische Schützengesellschaft  im Einsatz

Ehrenamtliche bauen einen barrierefreien Zugang zum Adorfer Schützenhaus

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Arbeitseinsatz am Adorfer Schützenhaus: Mitglieder der historischen Schützengesellschaft legen in Eigenleistung einen Barrierefreier Zugang an, der gepflastert wird

Das Schützenhaus in Adorf erhält einen barrierefreien Zugang: Vom Parkplatz aus können Besucher künftig über eine gepflasterte Rampe ins Gebäude gelangen. 

Ehrenamtliche der Schützengesellschaft sind im Einsatz. Das Pflaster ist schon weitgehend verlegt, Prunkstück ist ein Waldecker Stern auf dem Platz. 

Das Ende der 1960er Jahre erbaute Gebäude war das Vereinshaus der Sportschützen. Da sich der Verein aufgelöst hat, habe es die historische Schützengesellschaft vor etwa einem Jahr übernommen, berichtet der Vorsitzende Markus Bornemann. 

Bauarbeiten seit dem vorigen Jahr

Voriges Jahr habe der Verein begonnen, das Innere neu zu gestalten, erklärt der Ehrenvorsitzende Robert Erlemann. Außerdem wurde eine neue Tür zur Terrasse eingebaut. Problem: Das Gebäude war bislang nur über zwei Treppen zu erreichen. 

Deshalb beschlossen die Schützen, einen barrierefreien Zugang zu bauen. Es gab Gespräche mit der Gemeinde, dann stellten die Schützen einen Förderantrag für Zuschüsse aus dem „Leader“-Programm der Europäischen Union und des Landes. Kaum war der Bewilligungsbescheid da, legten die Helfer auch schon los, sie erledigen alle Arbeiten in Eigenleistung. „Wir haben Fachleute dabei“, sagt Erlemann, darunter Tiefbauer. 

Arbeitseinsätze am Samstag

An den vier Samstagen seit Mitte August wurden die Rampe angelegt und etwas mehr als 100 Quadratmeter Fläche gepflastert. Die Idee mit dem Waldecker Stern sei während der Arbeiten bei einem Bier gekommen, berichtet einer der Männer. Außerdem verlegten die Helfer Elektrokabel, denn Zuweg und Platz werden mit Bodenstrahlern beleuchtet – einer kommt in die Mitte des Sterns. 

Der neue Zugang soll dazu beitragen, das Haus intensiver zu nutzen. Dort treffen sich die Luftgewehrschützen zum Schießen, auch der Kleinkaliber-Stand ist gleich nebenan. Auch für andere Zusammenkünfte soll es als Treffpunkt dienen. Außerdem will der Vorstand die Räume an Vereinsmitglieder vermieten, die dort Feiern ausrichten können. Deshalb solle das Haus attraktiver werden, erklärt Bornemann. 

Ehrenamtliche Helfer der Schützengesellschaft am neuen barrierefreien Zugang zum Adorfer Schützenhaus.

Stolz ist der Vorsitzende auf die gute Beteiligung: Bei jedem Arbeitseinsatz waren im Schnitt 15 bis 20 Leute im Alter zwischen 15 und 70 Jahren da. Bislang sind schon 350 Stunden Eigenleistungen zusammengekommen, bis alles fertig ist, dürften es 400 werden. 

Die Kosten schätzt Markus Bornemann auf etwa 6000 Euro. Bis Mitte Oktober müssen die Arbeiten fertig und abgerechnet sein. 

Weitere Arbeiten geplant

Weitere Arbeiten sind schon geplant. „Das Dach des Kleinkaliber-Standes muss erneuert werden“, erklärt Bornemann, im Winter soll die Sanierung der Räume weitergehen, auch eine neue Theke soll gebaut werden. 

Und so nebenbei haben die Schützen noch eine Treppe von einem zweiten Parkplatz gebaut. Auf dem steht auch die Sitzgruppe, die der ehemalige König Norbert Scheele zum Ende seiner Regentenzeit gespendet hat. (-sg-

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