Fest am Samstag: „Geschichtlicher Streifzug“ am Nachmittag und der Kommersabend

Adorfer bereiten den ersten Höhepunkt ihres Dorfjubiläums vor

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Alles bereit für den Jubiläumssamstag - von links:  Sprecher Robert Erlemann, der Leiter der Arbeitsgruppe „Kommersabend“, Jan-Christoph Meier, der Vorsitzende des Vereins „Adorf 1120“, Mike Fieseler, der „Adorfer Schreiberling“ Heino Buth, Sprecher Wilhelm Pohlmann und der Adorfer Ausrufer, Ortsvorsteher Bernd Becker.

Am Samstag, 8. Februar, findet in der Dansenberghalle der erste Höhepunkt der 900-Jahr-Feier Adorfs statt: der „geschichtliche Streifzug“ am Nachmittag und der Kommersabend. Die Vorbereitungen sind weitgehend abgeschlossen.

„Hier an der grünen Linie fangen wir an“, ruft Dieter Stöcker und deutet auf den Boden. Schon fahren Männer die auf Paletten gestapelten Tische aus dem Lager heran, andere bringen mit Sackkarren aufgestapelte Stühle herbei. 

Am Mittwoch bereiteten Helfer die Adorfer Dansenberghalle für den ersten Höhepunkt der 900-Jahr-Feier vor.

Am Mittwoch Nachmittag beginnen auch in der Adorfer Dansenberghalle die Vorbereitungen auf den ersten Höhepunkt der 900-Jahr-Feier: Nach der Sportlerehrung der Gemeinde Diemelsee  am Donnerstag Abend im Zeichen des Jubiläums  folgen am Samstag der „geschichtliche Streifzug“ am Nachmittag und der Kommersabend. 

An die 50 Helfer vom Kind bis zum Rentner kommen zusammen, routiniert packen sie an: Die einen bauen die Tische auf, andere stellen die Stühle, auch Fahnen werden aufgehängt. Indessen schraubt eine Gruppe die Stahlen an die Bühnenpodeste. 

Nach rund zwei Stunden sind die 500 Plätze gestellt. Die Landfrauen dekorieren am Freitag und Samstag die Tische. 

Arbeitsgruppe „Kommersabend“ organisiert

Weit aufwendiger waren da schon die Vorbereitungen für das große Jubiläumsfest am Samstag. Der Vorsitzende des Vereins „Adorf 1120“, Mike Fieseler, zeigte sich am Mittwoch begeistert über das, was die Arbeitsgruppe „Kommersabend“ um ihren Leiter Jan-Christoph Meier alles auf die Beine gestellt hat. „Das ist alles sehr gut organisiert“, stellte er fest. Und dass die Karten für den Nachmittag restlos weg sind, zeugt vom Interesse der Adorfer.

Seit anderthalb Jahren planen die Mitglieder des Ausschusses. Als Kapelle engagierten sie die Festmusik aus Lichtenau, die bereits beim Freischießen 2017 für Stimmung gesorgt hat. 450 Abendessen bereitet die Metzgerei König vor. Auch am Abend gibt es Kleinigkeiten zu essen. 

Hans Hiemer kümmerte sich um die Ehrengäste – neben Diemelseer Kommunalpolitikern und Pfarrer Sascha Biehn-Tirre  erwarten die Adorfer Landrat Dr. Reinhard Kubat, die SPD-Bundestagsabgeordnete Ester Dilcher, den CDU-Landtagsabgeordneten Armin Schwarz und Carl Anton Prinz zu Waldeck und Pyrmont. 

Die Untergruppe „Geschichte“

Eine Untergruppe „Geschichte“ bildete sich, um den „geschichtlichen Streifzug durch 900 Jahre Adorf“ vorzubereiten. Fünf Sprecher fanden sich, die auf je einen für das Dorf wichtigen Aspekt eingehen: 

  • Wilhelm Pohlmann berichtet über Landwirtschaft, Handel und Gewerbe im Wandel und erzählt auf Platt vom Viehmarkt, 
  • Claudia Preising schildert die Kirchengeschichte, 
  • Karl Merhof befasst sich mit Adorf im Mittelalter, 
  • Erhard Rettig erläutert die Bergbautradition und 
  • Robert Erlemann gibt Auskunft über das Schützenwesen.

 „Wir hatten im vorigen halben Jahr vier, fünf Arbeitstreffen“, berichtet Pohlmann. Dabei stellten sie auch einen Ablaufplan auf. Zwei Viceoclips von „Blickkult“ und alte Bilder sollen auf eine Leinwand auf der abgedunkelten Bühne geworfen werden. Schon am 18. Januar war in der „Linde“ die Generalprobe, Moderator Jörg Kleine stoppe dabei die Zeiten. 

Vereine proben seit Wochen

Proben für den Samstag: Landfrauen und Landjugend kamen am Montag in der„Linde“ zusammen.

Auch die Vereine proben bereits seit Wochen für ihren Auftritt. Die Landfrauen und die Landjugend kamen am Montag im Gasthaus „zur Linde“ zusammen – sie führen am Samstag Abend zum Abschluss einen gemeinsamen Tanz auf. 

Der Knappenchor hatte am Dienstag seine Generalprobe. Auch der Männergesangverein „Liedertafel“ wirkt am Programm mit. 

Das Festprogramm:

Der geplante Ablauf:

Ab 15 Uhr ist Einlass in die Halle - Eintrittskarte nicht vergessen. Der Spielmanns- und Musikzug der Adorfer Feuerwehr spielt auf. 

Um 16 Uhr beginnt das Fest mit dem Fahneneinmarsch der Adorfer Vereine. Mike Fieseler und der Adorfer Ausrufer, Ortsvorsteher Bernd Becker, begrüßen die Gäste. Nach dem „Steigerlied“ des Knappenchores und des Spielmannszuges unternehmen fünf Darsteller einen unterhaltsamen „geschichtlichen Streifzug durch 900 Jahre Adorf“, die Moderation hat Jörg Kleine. 

Um 18 Uhr folgt ein Abendessen. 

Und um 19 Uhr beginnt der Kommersabend mit Grußworten und Vorführungen von Adorfer Vereinen: Es gibt Tänze der Landfrauen und der Landjugend, die „Liedertafel“ singt. 

Gegen 21.30 Uhr übernimmt die Festmusik aus Lichtenau – zu Livemusik wird kräftig gefeiert. 

Für Nachmittag sind bereits alle 500 Karten ausverkauft.

Für den Kommersabend gibt es noch Karten für sechs Euro an der Abendkasse.

Während des Abendessens werden die Dorfchronik von Mike Fieseler und ein Kalender des aus Adorf stammenden Pfarrers Arno Wilke verkauft.  

Am Freitag Nachmittag kommen die Akteure noch einmal in der Halle zu Umbauarbeiten und um 19 Uhr zur letzten Generalprobe zusammen – dann kann das Fest beginnen.

Weitere Termine

„Der Kommersabend stellt lediglich den Auftakt für ein tolles Festjahr dar“, sagt Mike Fieseler. „Am 25. und 26. Juli feiern wir mit vielen interessanten Ausstellern und einem tollen Programm unser Dorfjubiläum im historischen Ortskern.“ 

Vor dem Fest im Juli eröffnet in einem ehemaligen Geschäft in der Bredelarer Straße eine von Rudolf Engelhard federführend zusammengestellte Ausstellung mit historischen Bildern. Sie soll jeden Samstag geöffnet sein.

Schon am 26. April richtet der VfL eine Panaromawanderung rund ums Dorf aus. 

Und zum Jahresabschluss organisiert die Historische Schützengesellschaft am 17. November ein Benefizkonzert mit dem Heeresmusikkorps 2 aus Kassel.

Werbefilme zur Einstimmung

Die Werbung fürs Jubiläum geht weiter. Von März bis September 2019 hat Johanna Schlenke mit ihrem „Blickkult“-Team 29 Videos über die Dorfgeschichte gedreht, mit dabei sind der „Schreiberling“ Heino Buth und verscheidene Adorfer von den Jungen und Mädchen des Kindergartens bis zu älteren Einwohnern. 

Seit Mitte November wird jede Woche ein Clip über die sozialen Medien und die Homepage adorf.de ausgespielt. (-sg-)

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