Erster Kreisbeigeordneter Karl-Friedrich Frese überreicht Förderbescheid

Adorfer Kindertagesstätte wird in neuem Bauabschnitt saniert

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Bei der Bescheidübergabe in der Adorfer Tagesstätte – hinten von links: Leiterin Anja Schmidt, Pfarrer Jörg Schultze, die Erzieherinnen Nina Kamm, Melanie Küthe, Sabine Schädel und Katja Sude sowie Niklas Keim. Auf dem Sofa sitzt links Karl-Friedrich Frese, neben ihm Volker Becker. Und vorn links sitzt Benjamin Vogt, neben ihm kniet Maxim Wagner.

Die GSanierung der Adorfer Kindertagesstätte läuft weiter: Der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese überreichte Bürgermeister Volker Becker am Donnerstag den Förderbescheid.

Mit 297.600 Euro fördert der Bund die anstehende Investition, der Kreis steuert 22.500 Euro bei. Damit trage der Staat rund 90 Prozent der Baukosten, betonte Frese. 

„Ich bin sprachlos, wir freuen uns total“, sagte die Leiterin der Tagesstätte, Anja Schmidt. „Darauf haben wir lange gewartet, wir fiebern den Arbeiten entgegen.“

„Vorgezogenes Weihnachtsgeschenk“

Er sei „positiv überrascht“ über das „vorgezogene Weihnachtsgeschenk“, sagte Becker. Die Gemeinde habe schon einmal 60.000 Euro Förderung für die Sanierung der Tagesstätte erhalten – die Gesamtkosten seien mit 450.000 Euro kalkuliert. Der neue Bauabschnitt sei schon seit 2017 in Planung. 

Die Gemeinde habe bereits im Januar den Förderantrag gestellt, doch dann sei die Abwicklung umgestellt worden. Becker freute sich, dass es doch noch geklappt habe. Für das engagierte Team der Erzieherinnen sei es die Anerkennung für gute Leistung.

Frese lobte die Anstrengungen von Niklas Keim vom Fachdienst Jugend, um die Förderung vom Bund doch noch zu ermöglichen. Es sei der letzte Bescheid aus dem Programm in diesem Jahr. 

Kreis erhöht Ansatz für Zuschüsse

Für den Kreis sei es eine wichtige Aufgabe, die Kinderbetreuung zu verbessern. „Wir brauchen eine gute Betreuung mit qualifiziertem Personal“, sagte Frese – auch mit Blick auf zunehmend berufstätige Eltern. Deshalb habe der Kreis den Haushaltsansatz für die Investitionszuschüsse an Kindergärten von 850 000 Euro in diesem Jahr auf 1,7 Millionen Euro 2020 aufgestockt. Der Kreis trage grundsätzlich 20 Prozent der förderfähigen Kosten. 

Frese und Becker würdigten auch die Zusammenarbeit mit der evangelischen Kirche, die Trägerin der drei Diemelseer Kindergärten ist. „Schön, dass die Kommune Unterstützung erhält“, sagte Pfarrer Jörg Schultze. Endlich würden die Abreiten umgesetzt. 

Vieles sei auf dem Weg vom Kindergarten zur Tagesstätte schon modern geworden, es gelte, die Einrichtung an die heutigen „Notwendigkeiten anzupassen“. Die Gemeinde Diemelsee hofft noch auf einen zehnprozentigen Zuschuss der Landeskirche. 

Start im Frühjahr

Im Winter will die Architektin Ute Friedrich die Ausschreibung vorbereiten, damit die Arbeiten im Frühjahr beginnen. Das Konzept für die Umbauarbeiten hat das Team der Erzieherinnen mit der Architektin und nit Anke Linnekugel vom Bauamt der Gemeinde gemeinsam ausgearbeitet. 

„Der neue Waschraum hat Priorität“, sagt Anja Schmidt. Im alten werden eine Behindertentoilette und ein neuer Raum für Gummistiefel geschaffen. Besonders freut sich das Team auf den neuen Turmraum, der dank Aufhängevorrichtungen flexibel abteilbar und nutzbar ist. In einem alten Geräteraum wird ein Schlafraum mit einem zweiten Fluchtweg nach draußen eingerichtet. 

Die Gruppenräume erhalten neue Böden, auch die alten Glasbausteine werden ausgetauscht. Der Eingang wird behindertengerecht umgebaut. Und zum Schluss ist ein neuer Außenanstrich fällig.

Die Arbeiten laufen parallel zum Kindergartenbetrieb – „sie sind gut integrierbar“, das habe beim ersten Bauabschnitt auch sehr gut geklappt, betonte Schmidt. So lernten die Jungen und Mädchen auch gleich Tätigkeiten des Bauhandwerks kennen. „Da haben sie einen Gewinn von.“ 

„Ein Jahr wird für die Bauarbeiten vielleicht nicht reichen“, sagte Becker. Spätestens 2021 sei dann alles fertig. „Aber wünschenswert wäre, wenn alles in einem Rutsch durchgeht.“ (-sg-)

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