Kreis gestaltet das Außengelände der Mittelpunktschule neu

Adorfer Schüler erhalten mehr Angebote für Spiel und Sport

Mit Maske und Corona-Abstand: Vertreter des Kreises und der Schule bei der Vorstellung der Gestaltungsplanungen für den Adorfer Schulhof - von links: die Leiterin des Fachdienstes Gebäudewirtschaft der Kreisverwaltung, Claudia Frede, Rektorin Eva Trilling, Stephanie Wetekam vom Förderverein der Schule, Planer Volker Keindl vom Fachdienst Gebäudewirtschaft und der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese.  Foto: Schilling
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Mit Maske und Corona-Abstand: Vertreter des Kreises und der Schule bei der Vorstellung der Planungen für den Adorfer Schulhof - von links: die Leiterin des Fachdienstes Gebäudewirtschaft, Claudia Frede, Rektorin Eva Trilling, Stephanie Wetekam vom Förderverein der Schule, Planer Volker Keindl vom Fachdienst Gebäudewirtschaft und der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese.

Nach dem Abriss des Grundschulbaus an der Adorfer Mittelpunktschule beginnt der Kreis mit der Neugestaltung des Außengeländes: Grüner sollen die beiden Höfe werden und den Schülern viele Möglichkeiten zur Bewegung bieten.

Diemelsee-Adorf - Eine halbe Million Euro stünden im Haushalt bereit, berichtete der Erste Kreisbeigeordnete Karl-Friedrich Frese am Dienstag bei der Vorstellung der Pläne. Mit der Neugestaltung werde die Schulsanierung abgeschlossen, sagte er. Mittlerweile werde die Hofgestaltung gleich in eine „ganzheitliche Planung“ von Schulbauten oder Sanierungen mit einbezogen – in Adorf sei es noch anders gelaufen.

„I-Tüpfelchen“ der Schulsanierung

Das neue Außengelände werde das „I-Tüpfelchen“ der umfassenden Schulsanierung von 2009 bis 2016, sagte Volker Keindl, der im Fachdienst Gebäudewirtschaft für die Planung und die Projektsteuerung im Hochbau zuständig ist. Die Planungen seien in enger Abstimmung mit der Schule gelaufen, betonte die Leiterin des Fachdienstes Gebäudewirtschaft, Claudia Frede. Keindl lobte die „super Zusammenarbeit“.

Er stellte die Planungen für die beiden Schulhöfe vor. Auf einer Teilfläche des abgerissenen Grundschulbaus wird ein 92 Quadratmeter großer, halb geöffneter Holzpavillon errichtet. Er soll den Schülern als „Pausenhalle“ mit Regen- und Sonnenschutz dienen, bietet sich aber auch für Ereignisse in der Schule an – Rektorin Eva Trilling hat schon einige Ideen von der Siegerehrungen der Bundesjugendspiele über Aufführungen bis zum Unterricht im Freien.

„Grünes Klassenzimmer“

Auf der benachbarten Grünfläche werden Sitzgelegenheiten für ein „grünes Klassenzimmer“ geschaffen. Nebenan werden Spiel- und Klettergeräte aufgestellt. Der schadhafte Asphalt auf dem kleinen Schulhof wird ersetzt durch eine Spielfläche mit einem Fahrrad- und Skaterparcours und mit Hüpfekästchen. An der Planung war auch der Fachdienst Sport beteiligt. Die Hütte und der Bauwagen bleiben erhalten.

Der Plan fürs neue Außenglände der Adorfer Schule. Links die Mensa, an die der kleine Hof angrenzt. An der Stelle des abgerissenen Grundschulbaus unten sollen die Pausenhalle und das „grüne Klassenzimmer“ entstehen. Rechts schließt sich der große Schulhof für die Älteren an. Oben: der Trakt mit der Verwaltung und der Flügel mit den Klassenräumen.

Auf dem großen Schulhof werden die Spielgeräte abgebaut, dafür gibt es auf den Grünfächen neue. Besondere Attraktion wird ein „Holzdeck“ rund um den Baum, dort können sich Schüler auch mal hinlegen. Als weitere Sitzgelegenheiten werden „Jugendbänke“ aufgestellt. Der Asphalt wird teilweise erneuert.

Die Abfallcontainer im „Wäldchen“ zwischen den beiden Höfen sollen auf einen neuen überdachten Wertstoff-Sammelplatz am Parkplatz verlegt werden, Müllfahrzeuge müssen dann nicht mehr über den Schulhof fahren. Und den Grünstreifen können die Schüler ebenfalls als Ballancier-Parcours und zum Spielen oder Ausruhen nutzen.

Ausschreibung läuft

Derzeit laufe die Ausschreibung der Arbeiten, berichtete Keindl, noch im Herbst sollten die Fundamente für den Holzpavillon gelegt werden. Im Frühjahr – wenn möglich im März – sollen die Arbeiten weiterlaufen und im Spätsommer oder Herbst beendet werden.

Mit etwas Wehmut habe die Schulgemeinde den Abriss des 56 Jahre alten Grundschulbaus gesehen, sagte Eva Trilling. Aber so sei „Platz für Neues“ entstanden. Sie freue sich auf die Umgestaltung. „Die Schüler halten sich lange hier auf, daher müssen sie auch gute Angebote haben.“

Trilling begrüßte den Gedanken des „bewegungsfreundlichen Schulhofes“. Und als Naturparkschule „freuen wir uns über so viele Grünflächen“. Die Garten-AG finde bestimmt ein paar neue Plätzchen zum Säen und Ernten. „Das passt gut in unser Konzept.“ Die neue Hofgestaltung ermögliche auch eine räumliche Trennung der jüngeren und der älteren Schüler.

Mehr Bewegungsmöglichkeiten in Kindergärten und Schulen schaffen

Frese berichtete, bei der Aufstellung des neuen Sportentwicklungplanes hätten die beteiligten Vereine und Verbände einen hohen Bedarf an mehr Bewegungsmöglichkeiten in Kindergärten und Schulen gesehen. Dies sei ein letzter Anstoß für den Kreis gewesen, diesen Aspekt bei Schulplanungen „gleich mit zu betrachten“.

„Wir sind froh, dass es losgeht, sagte Stephanie Wetekam vom Förderverein der Schule. Der Hof werde attraktiv. Gerade in den jetzigen Corona-Zeiten würden die Möglichkeiten draußen wichtiger. Adorf solle auch ein Vorzeigeprojekt für andere Schulen werden, hob Frese hervor. (-sg-)

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