Nach Unfall mit einem 40-Tonner:

Anwohner fordern erneut Sperrung der Adorfer Siedlung für Lastwagen

Ein niederländischer Lastwagen versucht im Herbst 2020 in der Adorfer Sudetenstraße, an einem parkenden Auto vorbeizukommen.
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Ein schwerer Lastwagen in der Adorfer Siedlung: Diese Szene vor seinem Grundstück hat Jörg Merhof festgehalten - es handelt sich nicht um den am Unfall beteiligten Lastwagen. Merhof fordert eine Straßensperrung für Lkw, die Gemeinde lehnt ab.

Ein Unfall mit einem Lastwagen bestärkt den Anwohner Jörg Merhof in seiner Forderung, die Adorfer Siedlung für Lkw zu sperren.

Diemelsee-Adorf – Am 8. Dezember sei gegen 7.45 Uhr ein 18 Meter langer 40-Tonner durch die Sudetenstraße in Richtung Gewerbegebiet gefahren, berichtet Merhof. Ziel sei ein Betrieb an der Rhenegger Straße gewesen. Auf der Sudetenstraße parkten zwei Autos, der 40 Tonner kam wegen der Enge der Straße nicht vorbei. Eine Frau versuchte, am stehenden Lastwagen vorbeizufahren, dabei geriet sie mit ihrem Wagen gegen den Lkw, Sachschaden entstand.

Da sich die beiden Beteiligten vor Ort geeinigt hätten, sei der Unfall nicht aufgenommen worden, erklärt der Pressesprecher der Korbacher Polizeidirektion auf Anfrage.

Merhof warnt vor Gefahren

Für Merhof belegt der Unfall die Gefahren für die Bewohner und deren Kinder. Zu der Zeit seien Kinder auf dem Schulweg gewesen. Niemand habe etwas dagegen, dass Lastwagen etwas anlieferten, betont er. Aber als er im Herbst an anderthalb Tagen gleich durchfahrende sieben Lastwagen gezählt habe, reichte es ihm: Er wandte sich an die Gemeinde.

Wie in der WLZ berichtet, hatte der Adorfer die Sperrung der Siedlung für Lastwagen beantragt, die ins Gewerbegebiet „Unter der Linde“ oder zu  einem Unternehmen an der Rhenegger Straße gelangen wollen. Die Verwaltung hatte dies nach Rücksprache mit dem Ortsbeirat und dem Gemeindevorstand wegen des zu geringen Verkehrsaufkommens abgelehnt.

„Ich kann die Entscheidung der Gemeinde nicht nachvollziehen, kommentierte Merhof nach dem Unfall. „Muss es erst zu einem Personenschaden kommen, damit sie reagiert?“

In seinem Antwortbrief weist  Bürgermeister Volker Becker auch darauf hin, dass das Parken an engen Straßenstellen nach der Straßenverkehrsordnung nicht zulässig sei. Das sei nur erlaubt, wenn neben dem abgestellten Fahrzeug noch mindestens 3,05 Meter Platz für den Verkehr bleibe. Schließlich müssten auch größere Fahrzeuge durchkommen.

Feuerwehr, Müllabfuhr und Krankenwagen kämen zu jeder Zeit an den geparkten Fahrzeugen vorbei, erklärt Merhof.

Für schwere Lastwagen wird es schwierig. (-sg-)

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